Von Riga rund um Estland 26.05.-15.06.2012

Beate war vor drei Jahre mit einer Kollegin in Norwegen mit dem Fahrrad unterwegs. Da ich schon immer gerne mal in den Norden gehen würde, schauten wir nach Möglichkeiten.

Bald einmal stand das Baltikum als Idee im Raum. Dazu kam noch das wir das Baltikum auch geschichtlich wie länger wir uns damit befassten, sehr interessant fanden. Zuerst wollten wir alle drei Länder (Estland, Lettland und Litauen) befahren.Weil wir nur drei Wochen Zeit hatten und Beate unbedingt Tallinn sehen wollte, beschränkten wir uns auf Estland. Aus logistischen Gründen wollten wir in Riga starten, so entstand sehr schnell unsere Route um Estland herum, in dem wir von Riga nach Tallinn der Ostsee folgten.
Beim Recherschieren lasen wir oft den Satz, die Länder befänden sich wegen der Unabhängikeit noch im Umbruch, daher waren gewisse Informationen nicht verlässlich. Das dies dann so war, erfuhren wir sehr schnell bei der Suche nach Unterkünften.
Wir machten den Fehler und vergassen unsere Reiseführer von Estland zu Hause. Wir fanden sehr wenige Infos was das Radfahren im Baltikum anbelangt. All diese Komponenten machte diese Reise auch spannend.

Wir flogen mit der Air – Baltic von Zürich Kloten direkt nach Riga.

Die Menschen erlebten wir als sehr freundlich.

Die Strassen oder Wege haben nicht immer eine feste Unterlage. Wir fuhren auch auf sandige, auf Schotter oder Kies Strassen / Wege. Mehrheitlich waren es aber schon feste Strassen.

Das absolute Highlight dieser Reise war: Als wir in Töstamaa im Regen bei der Infotafel nach einem Zeltplatz suchten, wurden wir von einem Ehepaar angesprochen und sie stellten uns ein Obdach zu Verfügung. Wie sich später bei einem Kaffee herausstellte, sahen sie uns am Nachmittag schon in Pärnu.
Dieses Erlebnis bewegte mich sehr. Die Art wie man mit fremde umgeht hat mich unglaublich beeindruckt.

Die Temperatur war sehr angenem so lange die Sonne schien, sie bewegte sich zwischen 15 – 28 °C. Bei Regenschauer viel sie sehr rasch unter 13°C.

Beim ersten Sonnenuntergang kamen wir aus dem staunen nicht mehr herraus. Ziemlich schnell wurde es zur Normalität.

Karten:
Reise Know-How: estland 1:275’000, 2. Auflage 2006
Reise Know-How: lettland 1:325’000, 2. Auflage 2006,

Radtourenbuch / Fahrrad-Reiseführer:
bikeline: Radtourenbuch und Karte 1:75’000, Ostseeküste Baltikum, Lettland, Estland, von Riga nach Tallinn, 1. Auflage 2006, sehr hilfreich, zum teil nicht mehr aktuell was die Übernachtungsmöglichkeiten betrifft.

Cyklos-Fahrrad-Reiseführer: Baltikum per Rad (Michael Moll), 2. Auflage 2010, leider Zuhause gelassen

Bücher:
lonely planet: Estland, Lettland & Litauen, 2. deutsche Auflage 2010, sehr informativ und hilfreich, leider Zuhause gelassen.

Einkauf:
Was mir seit Anfang an auffiel war, das es in Lettland wie auch in Estland keinen Sonntag gibt. Die Einkaufsläden, auch die kleinen, hatten am Sonntag offen. Wir hatten jedenfalls nie ein Problem.

Tour – Zusammenfassung:
Anreisetag: 1
Rückreisetag: 1
Aufenthaltstag: 1
Etappen: 16
Ruhetage: 2
Km: 1’502.16
Km.ø: 93.88
H/M: Ca. 4’398

Samstag 26. Mai 2012
Flug nach Riga (Lv) 

5:45 Uhr, Nun geht das Abenteuer Baltikum los. Wir packten das restliche Material tranken noch einen Kaffee und bepackten unsere Fahrräder. Danach machten wir uns auf den Weg zum Bahnhof. Dank dem wir genug früh beim Flughafen Kloten waren, hatten wir genug  Zeit die Fahrräder  gut in Transport-Fahrradboxen flugtauglich zu verpacken. In Kloten ist das kein Problem. Nach einem Kaffe mit unsere treue Helferin (Freundin von Beate), ging es auf zum Flugzeug. Nach einem 2 1/2 Stündigen Flug, landeten wir gut, mit einer Zeitverschiebung von einer Stunde vor, in Riga.

Nach dem wir unsere Fahrräder in Riga wieder fahrtauglich gemacht hatten und die Fahrradboxen bei der Gepäckaufbewarung untergebracht haben ging es zum ABC Hotel Camping. Für die erste Nacht nahmen wir ein Zimmer, damit wir noch gut umpacken konnten.

Unterkunft: Zimmer
ABC Hotel & Camping, Airport Hotel (hotelabc.lv)
Sehr schönes Hotel, freundliche Leute.

Distanz: Flughafen Riga – ABC Hotel & Camping: 6,30 Km.


Sonntag 27. Mai 2012
Riga – Tüja (Lv)

Die Wetterprognose für heute sind sehr gut, sonnig bei 17 °C, Regenwahrscheinlichkeit 4
Nun machten wir uns endlich auf. Zuerst ging es darum auf die Umfahrungsstrasse um Riga zu kommen. Mit dem Radtourenbuch und dem GPS klappte es sehr gut.
Das Fahren auf der Schnellstrasse (bei uns zahlungspflichtige Autostrassen) ging dank dem breiten Pannenstreifen sehr gut. Kaum wahren wir ausserhalb der Stadt sind wir von Wäldern umgeben.

Wir haben auch schon die erste Erfahrung mit einer Sandpiste gemacht. Es war eine tolle Abwechslung.

Auf dem Zeltplatz, der direkt am Meer liegt, durften wir gratis Campieren weil die Campingsaison erst am 1.06. beginnt.
Nachdem wir aufgestellt, eingerichtet und gegessen hatten, machten wir uns in unserem neuen Zelt bequem. Ich schrieb um 23 Uhr im Zelt ohne Licht noch Tagebuch.

Unterkunft: Zelt
Krimalnieki ( krimalnieki.lv )
Sehr einfache Infrastruktur.

Distanz: 96,76 km.
Fahrzeit: 6:16 Std.
Höhenmeter: Ca. 226
Wetter: Super Wetter den ganzen Tag.


Montag 28. Mai 2012
Tüja (lv) – Kabli (Est)

Die Sonne strahlte uns an als wir um 7 Uhr aus dem Zelt kamen. Es sollte dann auch den ganzen Tag so bleiben.
Wir nahmen vor der estische Grenze  statt der Strasse den Fahrradweg. Er war Landschaftlich sehr schön, aber er war auch Sandig, zum Teil war der Sand so tief dass wir die Fahrräder schieben mussten. Wir entschieden uns dann auf die Autostrasse zu gehen. Auf der Autostrasse A1 waren die Autos und Die LKW’s  sehr rücksichtsvoll. Wir fuhren wiederum auf dem breiten Pannenstreifen, desshalb haben die Autos und LKW’s immer noch genügend Platz.

Kurz vor der estische Grenze in Ikla bogen wir dann auf den Fahrradweg zurück. Nun waren wir auf den Euro Veloweg gespannt der in Estland beginnen soll. Nach ein paar Kilometer auf dem Euro Veloweg kamen wir dann beim Mini Kamping in Kabli an.

Unterkunft: Zelt
Mini Kamping ( minikamping.ee )
Er ist wirklich mini aber sehr schön, sehr gute Infrastruktur und sehr freundlich.

Distanz: 63,97 km.
Fahrzeit: 4:13 Std.
Höhenmeter: Ca. 142
Wetter: Super Wetter den ganzen Tag.


Dienstag 30. Mai 2012
Kabli – Töstamaa

Der Tag begann mit Sonnenschein. Kurz vor dem Ziel  begann es zu Nieseln, wir folgten einem B&B Wegweiser der im irgendwo endeten. Bevor wir umkehrten montierten wir unsere Regensachen, den inzwischen hat der Regnete eingesetzt.

Bei der Ortstafel Töstamaa überholten wir ein Ehepaar die mit ihrem Hund laufen ging. Bei der Ortstafel erkundigten wir uns über diesen Ort. Als wir am schauen und Beraten waren, kam dieses Ehepaar mit Hund auf uns zu und fragten uns ob wir einen Übernachtungsort suchen. Als wir bejahen, sagten sie ohne zögern und wenn und aber, dass wir zu ihnen kommen können. Sie erklärten uns wo sie wohnen, denn wir mussten noch für das Abendessen und Proviant für den nächsten Tag einkaufen. Als wir dann vor dem Hausstanden staunten wir nicht schlecht. Es lag sehr idyllisch.
Als wir gegessen haben hatten wir einen sehr gemütlichen und lustigen Abend in fremder Gesellschaft.

Unterkunft: Privat

Distanz: 105,64 km.
Fahrzeit: 6:01 Std.
Höhenmeter: Ca. 152


Mittwoch 30. Mai 2012
Töstammaa – Haapsalu

Als wir erwachten regnete es in strömen.
Laut unserem Wetterapp sollte es im laufe des Tages besser werden. Das Ehepaar war dann ganz erstaunt als wir uns von ihnen verabschieden wollten. Wir hätten auch bleiben können. Unser Plan für diesen Tag war bis nach Lihula, laut Karte die nächst grössere Ortschaft, zu fahren.

Nebst dem Regen war es auch kühl ca. 9° C.
Nach 2 1/2 Stunden fahrt im Regen und Kälte, fing sich das Wetter an zu bessern. Als wir dann in Lihula ankamen suchten wir vergebens nach einer Übernachtungsmöglichkeit. An der Stelle wo eigentlich laut Ortsplan was sein müsste war nichts. Zumindest nicht das was angegeben war. Nach einer kurze Lagebesprechung entschieden wir uns, da es auch erst 15 Uhr war, die 50 km. bis nach Haapsalu zu fahren. Auch das Wetter hat sich stark gebessert, es schien sogar die Sonne wieder und das Termometer zeigt auch angenehme 18°C an.  Die ersten 20 km. gingen sehr flott. Dann aber gerieten wir in starken Gegenwind und es wurde einen Kampf, wir kamen erst um 19 Uhr  in Haapsalu an. Als wir dann an ein Sportcenter heranfuhren das Zimmer  vergibt, überlegten wir nicht mehr lange. Als wir das Zimmer bezogen haben, wurde es zu einem Trockungsraum. Nach einer ausgiebigere Dusche als sonst, ging es ans Kochen. (Kochen musste man selber, die Küche war aber sehr gut ausgestattet.) Nach dem Essen studierten wir die Wetterlage für den nächsten Tag.

Trotz Wind und Regen gab es sehr schöne Abschnitte.

Unterkunft: Zimmer
Sports Centre and Stadium ( spordibaasid.ee )

Distanz: 115,90 km.
Fahrzeit: 7:34 Std.
Höhenmeter: Ca. 250


Donnerstag 31. Mai 2012
Haaspsalu  – Pedase 

Als wir um 7 Uhr aufstanden strahlte die Sonne uns an.
Gut gelaunt machten wir uns auf. Bei kühlem Wind und ca. 16°C  fuhren wir auf gut befahrene Waldwege durch sehr schöne Wälder in der Abgeschiedenheit.
Bei einem sehr schönen Unterstand, machten wir eine Pause und assen die sehr feine Sandwiches die Beate jeden Tag macht. Gestärkt durch Speis und Trank ging es weiter durch die unglaublich schönen Wälder.

Als wir in Mitte des Waldes, uns kam es so vor als seien wir im nirgendwo, den Wegweiser zum Hotel sahen, trauten wir der Sache nicht so ganz. Wir folgten aber trotzdem. Ca. nach einem Kilometer standen wir tatsächlich vor dem Hotel.
Wieder einmal mehr waren wir alleine auf dem riesen  Platz. Das Zelten war gratis, wir mussten nur für das Duschen (wir bekamen sogar ein Badetuch) was Zahlen.
Beim Nachtessen bekamen wir ein Separee. Wieder einmal mehr waren die Leute sehr freundlich.

Im Zelt studierten wir die Wetterlage für den morgigen Tag. Für den Nachmittag war Regen angesagt. Wir beschlossen, dass wir am nächsten Morgen so schnell als möglich auf das Fahrrad kommen.

Im Zelt war es kalt, wir stellen uns auf eine kalte Nacht ein.

Unterkunft: Zelt
Pedase Puhkekeskus & Hotel, ( pedase.ee )
Sehr toll, das Meer ist in der Nähe.

Distanz: 79,42 km.
Fahrzeit: 5 Std.
Höhenmeter: Ca. 144


Freitag 1. Juni 2012
Pedase – Tallin

Nach einer, wie erwartete, kalte Nacht, standen wir um 7 Uhr auf.
Weil der Wetterbericht auf den Nachmittag nicht gut war und wir auf sicher gehen wollten, ruften wir am Hostel an und reservierten uns ein Zimmer.
Um 9.15 Uhr hatten wir die Fahrräder startklar. Die Temperatur war ca. 15°C.

Wir kamen sehr gut voran.

In einem Kaffee das lauter 10er Scheine von der ganze Welt hatte, machten wir eine Pause. Am Schluss gaben wir, weil wir keinen Schweizer Schein fanden, einen Schweizer 10er Schein.

Als wir dann bei dem Wasserfall in Keila-joa angelangt waren, verpflegten wir uns. Dank der Schweizerfahne, sprach mich ein Schweizer – Ehepaar an.
Den Blick zum Himmel versprach gar nichts gutes.
Kaum waren wir wieder auf dem Fahrrad, fing es an, kurz aber heftig, zu Schütten. Wir zogen unsere Regenbekleidung an und fuhren weiter. Das Thermometer zeigte  8°C an.
Nach dem Regen hellte es wieder auf und auch die Temperatur stieg wider auf 17°C.

In Tallin begann es dann wieder an zu schütten. Dieses mal zog ich, die inzwischen wieder ausgezogene Regenbekleidung, nicht mehr an. In der Altstadt von Tallinn gingen wir zur Tourist-Info für die genaue Adresse für unser Unterkunft. Als wir mit unseren Fahrräder Quer durch die Tallinner-Altstadt bis zur Unterkunft fuhren, bekamen wir schon einen Augenschein von dieser sehr schöner Altstadt.
Das Zimmer war kaum bezogen, wurde es wieder einmal mehr, zu einem Trocknungsraum.

Nach einer warme und sehr ausgiebige Dusche, gingen wir in die Stadt und besorgten uns unser Abendessen.

Unterkunft: Zimmer
Old Haus Hostel, ( oldhouse.ee )
Sehr freundlich.

Distanz: 92,50 km.
Fahrzeit: 5:44 Std.
Höhenmeter: Ca. 270
Temperatur: Zwischen ca. 8°C und 17°C


Samstag 2. Juni 2012
Tallinn

1. Ruhetag
Wir sind jetzt eine Woche unterwegs und haben den nördlichsten Punkt erreicht.
Nach dem wir ausgeschlafen haben, schlenderten wir durch die Altstadt von Tallinn. Sie ist sehr schön. Wir gingen dann auch noch zum Hafen und sahen die Aida. Auf dem Rückweg kauften wir den Lunch für die Weiterfahrt und für das heutige Abendessen.

Wir gingen auch noch einmal zur Tourist-Info und erkundigten uns über  die Übernachtungsmöglichkeiten für die weitere Reise


Sonntag 3. Juni 2012
Tallinn – Viinistu

Irrungen und Wirrungen

Beate war heute schneller im Packen als ich.
Es begann alles super, wir kamen gut durch Tallin. Als wir ausserhalb der Stadt waren wurde es schwierig mit dem finden vom rechten Weg. Die Fahrradschilder waren sehr spärlich. Zusätzlich gab es schon oder waren immer noch daran an neue Strasse zu bauen. Für uns war es oft nicht ganz klar wo durch wir müssen, zu dem wir uns einmal um ca. 6 km. verfuhren, gab es zusätzlich einige Umwege.
Als wir dann tatsächlich an den Punkt angelangt waren, an dem wir nicht mehr genau wussten wo wir sind, kam der grosse Test für das GPS. Wir gingen mit grossem Vertrauen auf das GPS auf einem Waldweg quer durch den Wald. Weil ich das Gerät hatte und immer sah wo durch es ging, war es wohl für mich weniger nervenaufreibend als für Beate. Beate wurde in sofern entschädigt da sie einen Elch sah. Das Gerät bestand den Test und führte uns souverän auf den richtigen Weg.
Wir steuerten ein Gasthaus an, dass in Mitte des Waldes steht. Als wir dort ankamen feierte aber eine Linedance Gruppe ihren Abschluss und Geburtstag von der Leadern. Als uns zwei Frauen fragten was wir suchen, später merkten wir das eine von den beiden Frauen die Leaderin ist, und Beate erklärte was wir wollen, wurden wir ohne wenn und aber eingeladen und bekamen Kaffee, Kuchen und sogar Wein. Als wir wieder gehen wollten, fordern sie Beate auf mit ihnen eine Choreographie zu tanzen.
So sieht doch Gastfreundschaft aus!

Wieder einmal mehr erfuhren wir, dass etwas für die Nacht zu finden Glücksfall ist, obwohl wir eine Karte vom Touristik-Büro hatten. Als wir in Loksa ankamen stand die vermeintliche Unterkunft Lehr in der Gegend. Also fuhren wir 10 km. weiter.
Durch die Irrungen und Wirrungen kamen wir nicht ganz so weit wie geplant. Wir wurden mit einem sehr tollen Zimmer mit Blick auf das Meer (Finnischer Meerbusen) entschädigt.
Trotz all dem hat dieser Tag einige positive Sachen.

Unterkunft: Zimmer
Viinistu Kultur und Konferenz Center, ( visitestonia.com )
Sehr freundlich.

Distanz: 113,51 km.
Fahrzeit: 7:05 Std.
Höhenmeter: Ca. 338
Wetter: Stark bewölkt, zwischen 12°C und 18°C 


Montag 4. Juni 2012
Viinistu – Aseri

Es lief alles bestens.
Nach der Lunchpause hatten wir mühe wieder in den Rythmuss zu kommen.
Trotz schönem Wetter wurde es sofort kühl wenn die Sonne von den Wolken bedeckt wird. Darum zog ich später meine Jacke an.
Unsere Hoffnung in Kunda eine Unterkunft zu finden zerschlugen sich. Machte aber nichts, weil wir wussten das es in Aseri eine Unterkunft gibt. Nach einem Kaffee in Kunda reservierten wir per Telefon beim Jäägri Grill sicherheitshalber ein Zimmer. Danach begaben wir uns auf die letzten ca. 25 Km.
Es lief bis nach Aseri super.

Nach dem Essen besprachen wir die weitere Reise, danach gingen wir zurück in das wohl schöne und gute aber ungeheizten Zimmer zurück.

Wieder einmal mehr können wir sagen, Ende gut alles gut.

Unterkunft: Zimmer
Jäägri Grill ( kortsialuse.ee )
Sehr freundlich.

Distanz: 99,69 Km.
Fahrzeit: 6:01 Std.
Höhenmeter: Ca. 346
Wetter: Sonnenschein / Bewölkt,  zwischen 12°C und 19°C


Dienstag 5. Juni 2012
Aseri – Kuru

Zum Frühstück gab es Pancake, er war sehr lecker.
Beim Valaste Wasserfall hielt eine Finnische Harley -Gruppe. Sie fragten Beate ob sie von ihnen ein Gruppenfoto machen würde. Danach tauschten sie noch ein par Sätze miteinander, von wo, wohin und wo durch.

In Jöhvi kauften wir neuen Proviant und machten zugleich eine Kaffeepause. Jöhvi ist zugleich unser östlichsten Ort auf unsere Reise. Ab jetzt geht es Richtung Süden. Es fehlt uns somit nur noch eine Himmelsrichtung.
Richtung Süden bedeutet aber auch auf dem Rückweg zu sein.
Richtung Süden bedeutet auch, so kam es uns auf jeden fall vor, das der Wind nicht mehr so kalt ist und die Temperatur nicht mehr viel wenn die Sonne bedeckt wird.

Landschaftlich war es wieder einmal mehr sehr schön.
Nach der zweite Kaffeepause besorgten wir uns noch Piim, danach machten wir uns auf die letzten Kilometer zum Zeltplatz in Kuru.

Der Zeltplatz ist sehr schön.
Wir richteten uns ein und kochten danach unser Abendessen: Reis mit Jilly-Bohnen und Käse-Würstchen.
Bei einem Kaffee liessen wir den Tag ausklingen.
Wettermässig war er Bewölkt und Windig.

Unterkunft: Zelt
Kuru Puhkemajad ( kurupuhkemajad.ee )

Distanz: 96,19 km.
Fahrzeit: 5:51 Std.
Höhenmeter: Ca. 196
Wetter: Bewölkt / Windig, zwischen 12°C und 20°C


Mittwoch 6. Juni 2012
Kuru – Jögevamaa

Weil wir die Strecke bis Riga an die Zeltplätze angepasst haben, steht heute eine Kurze Etappe auf dem Programm.
Es tut aber auch gut einmal nicht so viel zu strampeln.
Der Morgen ist wie immer eher kühl.
In einer Piraten Baar hatten wir unsere obligate Kaffeepause.

Dann sahen wir ihn, den Lake Peipsi, den 5- grössten See in Europa.

Der Campingplatz ist sehr schön. Er ist auf einer Wiese bei einem alten Bauernpaar. Sie sind sehr freundlich. Wir durften in ihrer privaten Waschmaschinen waschen. Als wir uns eingerichtet haben mussten wir noch einkaufen gehen. Während  dem Beate einkaufen ging, wartete ich bei den Fahrräder auf sie. Während dem warten machte ich nach Palüso meine zweite Erfahrung mit Angetrunkene. Irgendwann kamen die zwei Typen, die ich schon die ganze Zeit auf der gegenüberliegende Strassenseite sah, auf mich zu. Als sie dann bei mir waren, begannen sie, es waren zwei Brüdern, von sich zu erzählen. Als sie mich fragten woher ich komme, überlegten sie ziemlich lange wo die Schweiz denn liegen mag. Es war nie aggressiv sie wollten auch nichts von mir, ich war aber trotzdem froh als Beate dann kam und wir zurück zum Campingplatz gehen konnten.

Wir genossen dann das super Wetter auf dem Campingplatz. Ausser am ersten Tag unserer Reise war es noch nie so warm 23°C.

Auf dem Campingplatz war noch eine älter Holländische Radfahrerin die in Richtung Russland war und insgesamt 6-Wochen unterwegs sein wird.
Am frühen Abend kam dann noch ein Ehepaar die mit dem Camper unterwegs sind.

Morgen steht wieder eine grössere Etappe an. Das Wetter müsste laut Prognose auch gut sein.

Unterkunft: Zelt
Camping Hansu turismitalu ( hansu.ee )

Distanz: 64,51 km.
Fahrzeit: 3:53 Std.
Höhenmeter: Ca. 82
Wetter: Bewölkt / Sonnenschein, zwischen 13°C und 23°C


Donnerstag 7. Juni 2012
Jögevamaa – Elva

Als wir um 6.00 Uhr aufstanden war es sonnig und warm. Nach dem Frühstück packten wir unsere Sachen zusammen. Mittlerweile sind wir die letzten auf dem Campingplatz. Die Holländerin und das Ehepaar waren bereits weg.
Der Morgen ist wie immer sehr kühl wenn die Sonne hinter eine Wolke ist, und sehr warm wenn die sie schien. Es ist immer ein Wechselbad. Nach einer Pause um die Mittagszeit wurde es dann angenehm warm. Ich fuhr trotzdem mit der Softshelljacke, denn der Fahrtwind ist sehr frisch.

Nach einer weitere Pause entschlossen wir uns der Radweg 6 zu nehmen, somit konnten wir früher als geplant ab der grosse Strasse. Zu beginn ging alles gut, bis wir auf einen Abschnitt kamen der ein wenig morastig war. Wir fuhren trotzdem weiter. Nach ca. 600 Meter standen wir aber vor einem Sumpf der nicht zu überqueren war. Auch das umgehen war unmöglich. Also kehrten wir wieder um und folgten einen anderen Weg. Was folgte waren lange Abschnitte auf Schotterwege.

Heute fuhren wir in die vierte Himmelsrichtung, den Westen.

Mein grösster Kampf den ich seit Beginn führe ist der gegen die Mücken. Es ist schon fast eine Plage. Ich bin schon ganz zerstochen. Sie lassen mich nur dann in Ruhe, wenn ich auf dem Fahrrad sitze.

Aufgrund eines Missgeschickes von mir mit dem GPS dachten wir, als wir vor einem Motell standen, dies sei der Endpunkt. Wir wollten eigentlich zu einem Hotel – Camp der 2 Kilometer entfernt war.. Ich bemerkte den Fehler erst, als Beate schon mit der Geschäftsführerin am Verhandeln war, ob wir unser Zelt auf der Wiese aufstellen durften. Sie brachte es fertig, dass wir das Zelt aufstellen durften. Es war zwar bis jetzt mit Abstand der teuerste Platz, aber auch hier war das Personal sehr nett. Wir durften Dusche und WC benutzen.

Eigentlich wollten wir in einem Restaurant Nachtessen gehen, da wir aber nicht wirklich was fanden, kauften wir die Sachen ein und kochten selber.

Unterkunft: Zelt (inoffiziell)
Verevi Motell ( verevi.ee )

Distanz: 102,95 km.
Fahrzeit: 6:18 Std.
Höhenmeter: Ca. 380
Wetter: Kühl – Warm / Sonnenschein, zwischen 15°C und 23°C


Freitag 8. Juni 2012
Elva – Vöru

Uns strahlte die Sonne an als wir um 6.00 Uhr aus dem Zelt kamen. Es war von Anfang an T-shirt Wetter.
In Otepää hofften wir das Stadion der Langläufer zu sehen, da wir noch einen weiten Weg vor uns hatten suchten wir auch nicht wirklich danach. Wir tranken in der nähe des Stadions einen Kaffee. Als wir dann weiter fuhren, sahen wir es von weitem.
Nach einem längeren Aufstieg auf Kiesstrassen erreichten wir einen sehr schönen Aussichtsturm aus Holz. Die Aussicht vom Turm war super. Wir sahen Wald, Wald und nochmals Wald.

Die Abfahrt vom Aussichtsturm war nicht ohne. Die Strasse war ein Gemisch aus Kies und Sand, teilweise gab es auch Sandmaden. Eine solche Made wurde mir beinahe zum Verhängnis.
Die Strecke bis nach Vöru war sehr coupiert.

In Vöru angekommen hoffte ich wie jeden Abend, dass es das Hotel gibt das wir ansteuern.
Zuerst mussten wir aber durch Vöru, mir wurde es wie fast immer wenn wir durch ein Städtchen fahren, oder vor einem Laden warten, sehr unwohl. Das es an gewissen Menschen nicht wirklich gut geht, sah man fast immer. Ich finde es dann fast provokativ wenn wir mit unseren Fahrräder und Bekleidung auftauchen.

Als wir vor dem Hotel & Camping standen, waren wir unsicher ob man hier wirklich auch Campieren kann. Es war alles top sauber. Es ist ein Wellneshotell der gehobene Sorte.
Auch hier waren sie sehr freundlich. Campen war auch kein Problem, sie haben eine sehr grosse Wiese. Die Dusche mit Bodenheizung, die wir benutzen durften war ein Traum.
Der absolute Höhepunkt  war das Abendessen. Für 10 Euro pro Person gab es Buffet à Diskretion.
Hier ist alles Top.

Wir freuten uns sehr, an einem solchem Ort einen Ruhetag machen zu dürfen.

Bei einem Glas Vana Tallinna Creme, besprachen wir noch die Weitere Reise. Die Wetterprognose für die nächste Woche sieht nicht gut aus.

Unterkunft: Zelt
Hotell Kubija ( PINTMANN.EE  )
Genial, topp.

Distanz: 102,28 km.
Fahrzeit: 6:25 Std.
Höhenmeter: Ca. 666
Wetter: Sonnig, zwischen 18°C und 26°C


Samstag 9. Juni 2012
Vöru

2. Ruhetag
Nach dem Ausschlafen Frühstückten wir bei einem sehr vielfältigen Büffet ausgiebig.
Ich hatte bis zu diesem Morgen Milchreis nicht gerne, aber diesen Milchreis hier sah so lecker aus, dass ich probierte. Er sah nicht nur sonder war auch sehr lecker.
Wir besprächen während dem Essen was wir erledigen müssen.
Nach dem Einkauf ging Beate für 5 Euro 2 Stunden in die Sauna. Ich machte es mir auf der Wiese vor dem Zelt bequem und genoss das schöne Wetter.
Nach dem Nachtessen packten wir das gröbste schon mal ein.


Sonntag 10. Juni 2012
Vöru – Valga

Als wir um 6.00 Uhr aufstanden, tröpfelte es leicht.
Wir genossen zum letzten mal das super Morgenbuffet.
Als wir das Zelt abbauen wollten, fing es an zu regnen. Wir warteten im Zelt bis er vorbei ist, es dauerte etwa 30 Minuten.
Als wir alles verpackt und aufgeladen haben, machten wir uns auf  zum Suur Munamägi, höchster Berg in Baltikum 317,6 m /üm. mit Aussichtsturm 346,7 m. Die Strecke dorthin war ein stehtes  Auf und Ab.
Auf dem Turm hat man eine sehr schöne Aussicht. Auf der Übersichtstafel war sogar Bern und Berlin erwähnt.

Auf der Fahrt nach Valga, hatten wir ab und zu kleine Differenzen Betreff Wegführung.
Als Abwechslung gabe es einen Ca. 16 km. Abschnitt aus Kies.
In Valga machten wir uns dann auf den Weg zum Zeltplatz. Naja, wir trafen wieder einmal mehr nichts an. Deshalb versuchten wir es bei einem anderen dessen Wegweiser wir vorher gesehen hatten.
Der Zeltplatz war auf einem Privaten Grundstück bei einem Ehepaar. Als wir ankamen, spielten Kinder die einen Geburtstag feierten auf der Wiese. Deshalb gab die Besitzerin uns nur ein Zimmer. Wir wollten nicht lange diskutieren, weil wir schon seit einiger Zeit unterwegs waren und einfach froh waren was gefunden zu haben.Was uns dann wirklich sauer machte war, 1o Minuten nach dem wir das Zimmer bezogen haben war die Geburtstagsfeier zu ende und die Wiese leer. Das Zimmer war super, aber wir hätten lieber unser Zelt aufgestellt.

Unterkunft: Zimmer
Camping und Zimmer, Aare Majutus ( aaremajutus.ee )

Distanz: 99.14 km.
Fahrzeit: 6:43 Std.
Höhenmeter: Ca. 766
Wetter: Kurzer Regen am Morgen, danach immer schöner bis Sonnenschein, zwischen 18°C – 27°C


Montag 11. Juni 2012
Valga (Est) – Raiskums pagasts (Lv)

Für heute gab es nur ein Wort: Oh rany Day.

Im Regen verlassen wir  Estland noch in Valga nach wenige Kilometer. Wir sind wieder in Lettland, nun heisst der Ort Valka.
Bis Smiltene lief es sehr, sehr gut trotz zum Teil starken Regen. In Smiltene goss es dann aus allen Kübeln. Trotz heftigen Niederschlag fuhren wir weiter, obwohl es nicht mehr so rund läuft. Irgendwann lies der Regen nach, wir fuhren trotzdem bis Cesis durch. In Cesis machten wir noch unseren Einkauf bevor es Richtung Raiskums ging.

Als wir dann von der Strasse auf den Camping Apalkalns sahen, trauten wir unseren Augen nicht. Er sah so toll aus.
Weil dieser Campingplatz auch Häuschen hat und Beate immer von denen erzählte, wollte ich in ein Häuschen. Der Besitzer ist sehr nett. Als wir uns anmeldeten sprachen wir mit ihm noch ein paar Minuten. Wir durften auch unsere Sachen waschen, was wir dann auch taten. Das Häuschen wurde wiederum zu einem Trocknungsraum. Es war sehr angenehm.
Das Duschen war eine Wohltat, denn seit ich in Cesis vor dem Maxima wartete hatte ich leicht kalt.
Zum Abendessen gab es Milchreis, dazu schauten wir mit einer 5-Köpfige deutsche Camper-Gruppe das EM-Fussballspiel England – Frankreich.

Das Fazit von diesem Tag war: Unsere Ausrüstung ist Wasserdicht.

Unterkunft: Zimmer
Camping Apalkalns ( apalkalns.lv )
Top Campingplatz.

Distanz: 105,90 km.
Fahrzeit: 6:33 Std.
Wetter: Regen, zwischen 12°C und 18°C


Dienstag 12. Juni 2012
Raiskuma pagasts (Lv) – Bekuciems (Lv)

Der Abschied von diesem Campingplatz und vom kleinem Häuschen viel ein wenig schwer.
Der Himmel war noch sehr verhangen als wir gingen regnete es nicht mehr.
Die Wetterprognose für Heute waren gut.

Beate erzählte von einer Fähre die über den Fluss Gauja und rüber bis Ligatne Fährt. Also steuerten wir sie an. Die ca. 30 Kilometer bis dort hin war ein Wald-Schotterstrasse. Uns hat der Wald wieder einmal verschluckt, wir sind irgendwo im nirgendwo. Irgendwann standen wir dann vor dieser Fähre und dem Fluss Gauja. Die kurze Überfahrt nach Ligatne war für mich ein weiters Highlight dieser Tour.
Danach war die Weiterfahrt ereignislos.
Somit endete unsere letzte lange Fahrt beim Sniedzes Campingplatz.

Wir staunten nicht schlecht wo uns die kleine Tochter vom Zeltplatzbesitz-Ehepaar in Empfang nahm und selbstischer und in perfektem English erklärte, dass ihre Eltern momentan nicht ihr sind aber sie alles regeln könne. Die Rasse des Hundes war ein Bernardiner.
Wir waren Glücklich, dass wir nochmals unser Zelt aufstellen konnten, denn es war immer noch feucht vom Hotell Kubija wo wir es feucht einpackten mussten. Als wir alles eingerichtet haben und frisch geduscht waren, kam es mir plötzlich komisch vor zu wissen, das morgen nur noch eine sehr kurze Etappe bevorsteht.
Wir kochten zum letzten Mal. Es gab: Bohnen, Mais und Zahlen-Nudeln.
Nach dem Essen genossen wir den letzten herrlichen Sonnenuntergang und gingen nochmals die ganze Tour durch. Wir besprachen was wir auf der nächste Tour verbessern können aber auch was gut war.

Unterkunft: Zelt
Camping Sniedzes ( sniedzes.lv )

Sehr schöner Campingplatz

Distanz: 112,10 km.
Fahrzeit: 6:47 Std.
Höhenmeter: Ca. 440
Wetter: Früh Morgens Regenschauer, starkbewölkt, am Nachmittag Sonnig. Zwischen 22°C und 28°C.


Mittwoch 13. Juni 2012
Bekuciems (Lv) – Riga (Lv)

Ich stand mit Wehmut auf, heute steht der letzte Fahrradtag an.
Das Wette meinte es nochmals gut mit uns, es scheint die Sonne als wir zum letzten Mal das Wasser für den Kaffee und Tee kochten. Wir genossen das letzte Morgenessen.
Nach ein paar Wortwechsel mit dem Besitzer machten wir uns auf den Weg nach Riga.

Die Strasse war mehr oder weniger schnurgerade.
Der Höhepunkt auf der Fahrt war, als wir einen Elch sahen. Photographieren konnten wir ihn leider nicht, weil er davon sprang als er uns bemerkt hat.
Wir fuhren auf der P 85, E 77, A 5 und P 132 nach Riga.

Als wir  beim Hotel ABC ankamen, kam es mir vor als ob wir nur kurze Zeit fort waren und nicht 2 1/2 Wochen.
Wir bezogen unser Zimmer, assen unsere Brötchen, die Beate während der Tour immer machte. Ich legte mich noch kurz hin.
Danach führen wir mit den Fahrräder zum Flughafen und klärten noch ein paar Dinge ab.
Als wir wieder beim Hotel waren, ging ich seit Jahrzehnten wieder in die Sauna. Weil es praktisch auf jedem Zeltplatz einen gab, bekam ich plötzlich Lust darauf.

Nach dem Nachtessen gingen wir aufs Zimmer. Beate schaute noch ein EM Fussballspiel, bei mir geschah was immer geschehen ist wenn ich mich auf das Bett oder Mätteli legte, ich schlief ein. Oft konnte ich deshalb nicht mehr weiter schreiben.

Unterkunft: Zimmer
Hotel ABC & Camping, Airport Hotel ( hotelabc.lv )

Distanz: 51,7 km.
Fahrzeit: 2:45 Std.
Wetter: Schön den ganzen Tag, zwischen 26°C und 29°C


Donnerstag 14. Juni 2012
Riga (Lv)

Mit dem Bus fuhren wir in die Stadt, wir gingen Riga anschauen. Wir waren erstaunt und wussten anfangs nicht, weshalb überall, auch in manchen privaten Gärten, die Fahnen auf Halbmast waren und Trauerflor hangen. Beim Freiheitsdenkmal das „Milda“ genannt wird, lagen ein paar Blumen und zwei Soldaten liefen im Gleichschritt ihre Strecke, Beobachtet von einem 3. in Uniform.

Wir schauten den zwei Soldaten eine Weile zu und gingen dann weiter in die Stadt. Wir gingen zu der Brücke über die wir anfangs der Tour mit dem Fahrrad kamen. Wir gingen durch manche grösserer wie auch kleinere Strassen. Plötzlich standen die Deutsche Campergruppe vor uns, die wir auf dem Camping Apalkalns getroffen haben. Wir redeten kurz mit ihnen und gehen dann weiter.
Nach einem Glace und Kaffee gingen wir wieder zurück zum Freiheitsdenkmal, die nahe an der Bushaltestelle liegt wo unser Bus fährt. Unterdessen lagen dort sehr viele Blumen. Wir erfuhren von dem 3. Uniformierten, der schaut das die beiden andern von den Schaulustigen nicht bedrängt werden, das heute einen Gedenktag für die Opfer der Unabhängigkeit von Lettland ist.

Wieder beim Hotel zurück packten wir unsere Sachen für das Vorcheck-in. Wir mussten zuerst irgendwie das Übergewicht umpacken. Es ging ohne grosse Probleme. Beim Flughafen besorgten wir für unsere Fahrräder die  Kartonkisten die wir deponieren konnten. Als die Fahrräder verpackt waren, gaben wir zuerst unser Gepäck ab. Als wir dann die Fahrräder aufgeben wollten, merkte der Securitymann dass die Kisten zu breit sind für die Durchleuchtung. Er forderte uns auf, die Kisten wieder zu Öffnen. Weil wir kein Klebeband mehr hatten sagten wir, dass wir die Kisten zwar Öffnen, aber er uns doch Klebeband besorgen soll für das Schliessen.Der Security organisierte auf Investieren von Beate Klebeband. Als endlich alles in Ordnung war kamen zwei Männer vom Flughafendienst und holten die Kisten mit den Fahrräder zu Fuss ab. Nach 2-Stunden hatten wir alles eingecheckt.
Mit dem Airport Taxi ging es zurück zum Hotel.
Nach dem Nachtessen machten wir alles bereit für den Rückflug,


Freitag 15. Juni 2011
Riga (Lv) – Zürich Flughafen Kloten

Mit dem Taxi ging es zum Flughafen.
Beim Checkingschalter besorgten wir uns noch Marken für unser Handgepäck danach ging es zur Personalkontrolle.
Als ich meine Fahrradschuhe in die Kiste legte wollte der Kontrolleur wissen was das denn sei …… ich glaubte zuerst nicht richtig gehört zu haben, ich sagte es ihm dann.
Zu guter letzt wollte die Kontrolleurin die Zeltstangen sehen die wir mit dem Zelt eingewickelt haben. Mit Zähneknirschen und einem unverständlichen Blick, als wir ihr sagten das es in Kloten kein Problem war mit dem Zelt, lies sie uns durch.
Nach einem Kaffee ging es dann zum Flugzeug. Als dann das Flugzeug mal rollte, ging es ziemlich zackig.
Nach 2 1/2 Stunden Flug und einer nicht ganz sanfte Landung, war ich froh wieder festen Boden unter mir zu haben.
Wir bauten unsere Fahrräder zusammen, bepackten sie und machten uns auf den Weg nach Baden. Es war nicht ganz einfach vom Flughafen Kloten weg zu kommen. Als wir dann durch Wettingen fuhren merkte ich, wie aggressiv die Autofahrer hier sind. Ich war froh als wir den Bahnhof Baden erreicht hatten.

Zuhause angekommen, machten wir uns ans auspacken, waschen und Fahrrad reinigen.

Nach einem grossen Teller Salat und viele, viele tolle Erlebnisse ging der Tag zu Ende.

 

Eine Antwort zu “Von Riga rund um Estland 26.05.-15.06.2012

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