1. Pässe Tour Schweiz 05.07.-12.07.2013

Wir beabsichtigten schon seit längerem eine solche Passtour zu machen. Wir waren nur nicht so im klaren welche Pässe wir nehmen sollen und von welcher Seite wir sie befahren. Das einzige was klar war, das der Nufenenpass und Sustenpass dabei sein muss.
Ebenfalls klar für uns war, dass wir die Tour aufgrund Sicherheitsgründe nur machen wenn dass Wetter auch gut ist .

Karte:
Schweizer Velokarte (Veloland Schweiz) 1:301’000, Kümmerly+Frey

Tour – Zusammenfassung
Pässe: 6
Etappen: 7
Ruhetag: 1
Distanz: 349.51 Km.
Tagesstrecke ø: 49.93 Km.
Höhenmeter: Ca. 7’435 m
Defekt: 0

Hinweis: Die Einträge beginnen beim letzten Tag.

Freitag 12. Juli 2013
Samedan – La Punt – Albulapass 2312 m/ü m – Tiefencastel

Als wir aufstanden war es ziemlich frisch, wir waren schliesslich auch auf ca. 1700 m/ü m.
Wir frühstückten im Aufenthaltsraum des Campingplatzes, dort war es angenehm warm. Danach fuhren wir auf dem landschaftlich sehr schönen Fahrradweg bis nach La Punt. Kurz vor La Punt standen einige Kühe in einer Ruhe auf dem Fahrradweg der quer durch ihre Weide führte. Die Kühe zeigten verständniss und gingen ziemlich schnell auf die Seiten. Bevor wir den Aufstieg in Angriff nahmen, tranken wir noch einen Kaffee.
Der Aufstieg zum Albula stieg sogleich steil an und blieb dann etwa bis zur Hälfte so. Danach wurde es dann deutlich flacher.
Wir fuhren im gleichmässigen Tempo und ohne Stress Kurve um Kurve. Somit hatten wir auch Zeit die schöne Landschaft zu geniessen. Das schöne war, dass es im Vergleich zu den anderen Pässe sehr wenig Verkehr hatte.
Kurz vor Passhöhe standen dann wieder Kühe auf der Strasse, aber auch diese verliessen die Strasse ziemlich schnell wieder.
Auf der Passhöhe machten wir zum letzten male unsere Passfotos.
Wir gönnten uns danach noch ein Stück Apfelkuchen.
Die sehr lange Abfahrt bis nach Tiefencastel war vor allem bis nach Bergün sehr imposant und eindrücklich.
In Tiefencastel kamen wir zehn Minuten vor Zugabfahrt an. In Eile verstaute ich die Vorder – und Hintertasche in der Tasche während dessen besorgte Beate die Fahrkarten.
Wir waren sehr erleichtert als wir alles in der Rähtische Bahn verstaut hatten.

Fahrzeit: 3:41 Std
Distanz: 46.82 Km
Durchschnitt: 12.6 Km
Höhenmeter: Ca. 736 m


Donnerstag 11. Juli 2013

Tinizong – Julierpass 2284 m/üm – Silvaplana – Samedan

Dank dem wir schon in Tinizong waren hatten wir nur noch rund 24 km vor uns.
Es war wiederum einen sehr schönen Aufstieg. Bis Bivio war es ein schmales Tal, ab Bivio war es ein weites von Bergen umgebenes Tal. Desto höher wir kamen umso karger wurde die Landschaft.
Nach einer Kaffeepause auf der Passhöhe und dem Entschluss bis nach Samedan zu fahren, begaben wir uns auf die kurze Abfahrt nach Silvaplana. Ab dort folgten wir dem kantonalen Fahrradweg bis nach St.Moriz. Dort verloren wir ihn darum folgten wir dem Bike und Wanderweg. Kurz vor Samedan gelangten wir wieder auf den Fahrradweg und folgten ihm bis kurz vor den Campingplatz in Samedan.
Nach dem Zeltaufstellen, Einrichten und Duschen kochten wir das Abendessen.

Unterkunft: Zelt
Campingplatz Gravatscha  Samedan ( camping-gravatscha.ch )

Sehr moderner Campingplatz.

Fahrzeit: 5:07 Std
Distanz: 49.17 Km
Durchschnitt: 9,5 Km
Höhenmeter: Ca. 1186 m


Mittwoch 10. Juli 20131
Carrera – Bonaduz – Thusis – Tiefencastel – Tinizong

Frohen Mutes fuhren wir um 9 Uhr los Richtung Bonaduz.
Es war eine wunderschöne Strecke mit Sicht auf die Rheinschlucht. Als wir an einem Ort anhielten um Fotographieren überholte uns die beiden Holländer (wir nahmen an es sei Vater und Sohn) die ebenfalls in Carrera übernachtet haben. In einem längeren Tunnel der nicht belichtet war sahen wir sie kurz vor Ende des Tunnels auf dem Randstein stehen. Weil es finster war sahen wir nicht was wirklich wahr. Sie ruften nur das alles in Ordnung war so fuhren wir vorbei. Etwa 200 Meter nach dem Tunnel gab es einen Aussichtspunkt, dort hielten wir um zu Fotographieren, wir fragten uns dann doch, weil die beiden Holländer uns noch nicht wieder überholt haben, ob doch was geschehen ist. Wir entschlossen uns zurück zu fahren um zu schauen. Als wir vor das Tunnel kamen sahen wir die beiden vor dem Ausgang stehend und ein italienisches Töffpaar das daran war die Schürfungen vom Vater zu verarzten. Er sah sehr mitgenommen aus und die Schürfungen waren nicht ohne. Beate machte sich dann auch sofort daran ihm zu helfen. Ich fragte einen Mann vom Gemeindedienst der eigentlich die Strasse sperren musste, ob er den holländischen Herr zum Arzt fahren würde. Nach einem Funkspruch kam dann noch einen vom Gemeindedienst dieser organisierte den Arzt. Wir luden die beiden Fahrräder auf den Transporter und wenig später wurden die beiden Holländer zum Arzt gebracht.
In Bonaduz ging Beate ebenfalls zum Arzt um nachzufragen wie es dem Holländer geht. Er war dann aber bereits in Behandlung. Sie Hinterliess ihre Natelnr.
Von Bonaduz fuhren wir dann weiter Richtunng Thusis. Dort gingen wir mit der Bahn bis nach Tiefencastel. Somit umfuhren wir einen nicht ungefährlichen Abschnitt. Die Bahnfahrt wurde sehr amüsant weil uns der Zugbegleiter von seinen 35 Jahren RHB Erlebnisse begann zu erzählen.
In Tiefencastel bekam Beate einen Anruf vom Holländer, wir waren beide sehr erleichter als wir vernahmen das er nichts schlimmes hat.
Als wir vor dem Campingplatz von Tiefencastel standen, rufte mir eine Kollegin zurück die ich in Thusis versuchte zu erreichen. Sie wohnt in Tinizong, und weil wir sowieso dort durch fahren, kam mir die Idee unser Zelt bei ihr aufzustellen.
Sie und ihr Freund waren einverstanden. Nach ca. zwei Stunden haben wir Tinizong erreicht. Nach dem wir unser Zelt aufgestellt haben und geduscht waren zeigte sie uns ausführlich den Bio Bauernhof ihres Freundes. Es war sehr interessant.
Während dem Abendessen kamen wir nochmals dank ihm einen weiteren Einblick in die Berglandwirtschaft.
Es war einen sehr interessanten und lustiger Abend.

Unterkunft: Zelt
Campiert im privaten Garten

Fahrzeit: 3:27 Std
Distanz: 41.83 Km
Durchschnitt: 12 Km
Höhenmeter: Ca.742 m


Dienstag 9. Juli 2013
Campingplatz Carrera

Wir geniessen an einem Wunder schönen Ort unseren Pausentag.
Wir gingen mit dem Buss nach Ilanz um unsere Kasse aufzufüllen und einzukaufen.
Auf dem Campingplatz zurück waschte Beate die schmutzige Wäsche und ich datierte den Blog auf. Danach machten wir es uns gemütlich.
Zum Abendessen gab es ein feines Reis-Casimir.


Montag 8. Juli 2013
Andermatt – Oberalppass – Ilanz – Carrera

Bevor wir den Aufstieg zum Oberalppass in Angriff nahmen, kauften wir in der Bäckerei noch Brot und Sandwiches für Zwischen durch. Der Aufstieg gefiel uns sehr. Die letzten Kilometer war eine Gerade die uns unendlich lang vorkam. Auf der Passhöhe machten wir unser obligates Foto und gingen einen Kaffee trinken. Während dem Kaffee kamen wir dann zu einem Entschluss. Wir beschlossen, das wir am Dienstag einen Pausentag machen und Mittwoch dann weiter schauen. Langsam merken wir die vier Pässe. Nur dank den schlechten Wetterprogmosen kamen wir Überhaupt auf die Idee mit dem Pausen Tag. Manchmal ist das schlechte anrückende Wetter gar nicht so schlecht. Für die Passabfahrt zogen wir uns warm an, denn auf dem Oberalppass war es ziemlich frisch.
Es war eine lange sehr schöne Abfahrt durch das Surselva Tal bis nach Ilanz. Während der Abfahrt gab es ein kleineres Problem mit der Hinterbremse von Beate.
In Ilanz kauften wir noch für das Abendessen ein. Danach ging es weiter, wir wollten eigentlich bis nach Carrera, weil das Wetter immer schlechter wurde, fragten wir in Valendas bei einer Familie die in ihrem Garten Campen anbieten um einen Platz. Weil eine Gesellschaft dort schon campierte, schlug sie uns den Campingplatz in Carrere vor auf den wir ja geplant haben zu gehen. Beate mobilisierte all ihre Kräfte für die letzten paar Kilometer. Es wurde auch einen Wettlauf mit dem Gewitter, das Donnern war bereits zu hören. Auf dem wunderschönen Campingplatz, nahe der Rheinschlucht, stellten wir sofort unser Zelt auf. Minuten später fing es an zu Regnen. Wir begaben uns in das Zelt und ein Gewitter zog über uns hinüber.
Nach dem Gewitter, konnten wir dann endlich Duschen gehen.
Neben uns stellte die sechsköpfige Familie ihre Zelte auf die wir in Andermatt und auf dem Oberalppass schon gesehen hatten.

Unterkunft: Zelt
Campingplatz in Carreracamping-carrera.ch )
Kleiner, super schöner Campingplatz. Wir fanden ihn genial.

Fahrzeit: 5:19 Std
Distanz: 72 Km
Durchschnitt: 13.5 Km
Höhenmeter: Ca. 838 m


Sonntag 7. Juli 2013

Innertkirchen – Sustenpass 2224 m/ūm – Wassen – Göschenen – Andermatt

Nach dem wir ausgiebig gefrühstückt haben, machten wir uns auf Richtung Sustenpass. Von Anfang an lief es uns beiden sehr gut. Es sind zwar lange 28 Kilometer bis zur Passhöhe, aber landschaftlich gab es immer was zu schauen. Nach ca. 6 1/2 Stunden inkl. Pausen erreichten wir die Passhöhe. Beate fuhr noch nie so gut einen Pass hoch. Wir tranken und assen noch was kleines bevor wir die Abfahrt nach Wassen in Angriff nahmen. Von Wassen ging es weiter nach Göschenen. Dort nahmen wir den Zug bis nach Andermatt. Auf dem Campingplatz angekommen richteten wir uns ein, weil mittlerweile die Zeit schon fortgeschritten war, und wir nichts zum kochen hatten, entschieden wir uns für das Restaurant.
Während dem Abendessen besprachen wir ausgiebig die nächsten Tagen. Den das Wetter verspricht für die nächsten Tagen nicht wirklich gutes. Weil wir es nicht für nötig finden bei Gewitter Gefahr über die Pässe zu fahren, schauten wir, besser gesagt Beate für Alternativen. Eine Entscheidung konnten wir, es lag vor allem an mir, nicht treffen.
Trotzdem ging ein anstrengender schöner Tag zu Ende.

Unterkunft: Zelt
Gotthard  – Camping in Andermatt ( gotthard-camping.ch )
Grosser Campingplatz.

Fahrzeit: 6:31 Std
Distanz: 55.80 km
Durchschnitt: 8.5 Km
Höhenmeter: Ca 1821 m


Samstag 6. Juli 2013
Ulrichen – Oberwald – Gletsch – Grimaelpass 2165 m/ūm -Innertkirchen

Nach einer kühlen Nacht, war auch der Morgen, bis die Sonne herfor kam, ziemlich frisch. Als wir dann später auf dem Fahrrad waren zeigte sich das Wetter von der besten Seite.
Ab Oberwald führte uns eine sehr schöne Steigung bis nach Gletsch. Der Höhpunkt von diesem Aufstieg war, als wir die historische Dampflok sahen. Nach Gletsch ging es dann weiter hoch zum Grimselpass. Beate fuhr beide Aufstiege souverän hoch. Mir lief es auch wieder gut. Auf der Passhöhe bestaunten wir den noch zum grössten Teil zugefrorenen Grimselsee.
Was wir letztes Jahr hoch gefahren waren konnten wir nun hinunter fahren. Der erste Teil war ziemlich spektakuläre.
In Innertkirchen besuchten wir, weil er uns letztes Jahr so gut gefiel, zum zweiten Mal den Aarenschlucht Camping.
Nach dem Abendessen und einem Kaffee gingen wir noch kurz an die Aare und bestaunten der Anfang der Aareschlucht.

Unterkunft: Zelt
Campingplatz Aareschlucht in Innertkirchen ( camping-aareschlucht.ch )
Sehr schöner Campingplatz, uns gefiel es sehr.

Fahrzeit: 3:39 Std
Distanz: 45.98 km
Durchschnitt: 12.5 km
Höhenmeter: Ca. 812 m


Freitag 5. Juli 2013
Airolo – Nufenen 2478 m/ūm – Ulrichen

Nach einer hektische Zugfahrt, kamen wir bei Sonnenschein um 10.12Uhr in Airolo an.
Nach einem kleinen Einkauf machten wir uns auf Richtung Nufenen. Am Anfang hatte ich Mühe, ich fühlte mich irgendwie Kraftlos, erst nach einer Pause und einige Schlücke Cola fühlte ich mich besser. Wāhrend des Aufstieges genossen wir die schöne Landschaft vom Bedretto Tal. Wir sahen aber auch einige Steinböcke und Murmeli. Um so höher wir kamen desto mehr Schneefelder zeigten sich. Nach einem Kaffee namen wir die Abfahrt nach Ulrichen in Angriff. Dort auf dem Campingplatz schlugen wir unser Zelt auf.
Während dem wir unser Abendessen (Reis, Tomatensauce-arrabiata mit Cervela) kochten begann es an zu Winden. Kaffeewasser konnten wir keines machen der Wind war für den Benzinkocher zu stark.

Unterkunft: Zelt
Campingplatz Ulrichen ( camping-nufenen.ch )
Sehr schöner, kleinen Campingplatz an einem sehr schönem Ort. Uns gefiel es sehr gut.

Fahrzeit: 4:32 Std
Distanz: 37.91 km
Durchschnitt: 8.3 km
Höhenmeter: Ca. 1300 m

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