Von Faro – Porto und der Caminho Portugues 18.05.-06.06.2013

Uns wurde von Portugal vorgeschwärmt wie schön es dort sei. Als wir uns mit Portugal begannen zu befassen fanden wir heraus, das es von Porto bis nach Santiago de Compostela einen Jakobsweg gibt. Weil wir immer wieder irgendwie von dem Jakobsweg hörten oder lasen, fanden wir es einen gute Variante und Möglichkeit einen von den vielen selber zu erleben. Nach dem wir herausfanden das er auch per Fahrrad machbar ist, stand unser Entschluss nach Portugal zu gehen fest.

Flug:
Hinflug: Mit der Air Berlin von Kloten via Palma nach Faro
Rückflug: Mit der Vailing Air von  Santiago de Compostela via Barcelona nach Kloten

Menschen:
Portugal: Wir erlebten die Menschen mit denen wir zu tun hatten als äusserst gastfreundlich.
Sprache: Die jüngeren Portugiesen können englisch, die älteren eher französisch.
Spanien: Wir waren nur eine kurze Zeit auf spanischer Boden, darum können wir es nicht wirklich beurteilen. Schlechte Erfahrung haben wir aber keine gemacht.

Einkaufen:
Wir hatten nie ein Problem zum einkaufen, die grossen (Aldi, Lidel) und zum teil auch die kleinen Läden hatten auch Sonntags und über Pfingsten den ganzen Tag offen.

Campingplätze:
Von Faro bis nach Porto, waren wir auf Campingplätze mit Sternen. Der Standard der Sterne ist nicht der gleiche wie wir in ihr (Schweiz) kennen. 4* entspricht eher an 3*
Ratsam ist, immer eine WC-Papier Rolle dabei zu haben. Es ist anscheinend normal das auf den WC’s keines hat.

Pilger Herberge:
Ab Porto gingen wir in die Herberge, alle in denen wir waren haben einen sehr hohen Standard.

Karten für Portugal (Faro – Porto)
Turinta mapas: Algarve 1:176.000
Turinta mapas: Costa de Lisboa 1:160.00o
Turinta mapas: Centro (Portugal) 1: 250.000
Turinta mapas: Norte (Portugal) 1:250.000

Fahrrad – Reiseführer:
Für Portugal (Faro – Porto)
Portugal per Rad – Band 1: Süden (Algarve – Alentejo), Verlag Wolfgang Kettler, Falk v. Kriegsheim, 2. überarbeitete u. erweiterte Auflage 2006,
Portugal per Rad – Band 2: Norden, Verlag Wolfgang Kettler, Falk v. Kriegsheim, 1. Auflage 1997,
Sehr hilfreich.

Für den Camino Portugues:
Portugal Spanien: Jakobsweg Caminho Portugues, Conrad Stein Verlag, Dr. Raimund Joos, 5.,überarb. u. erweiterte Auflage 2012
Sehr hilfreich.

Tour – Zusammenfassung:
Anreisetag: 1
Abreisetag: 1
Aufenthaltstag: 1
Ruhetag: 3
Etappen: 14
Distanz: 1’061.59 Km
Davon ca. 235 Km auf dem Caminho Português (Porto- Santiago de Compostela)
Tagesstrecke ø: 70.77 Km
Höhenmeter: Ca 10’998
Defekt: 0

Hinweis: Die Einträge beginnen beim letzten Tag.

Freitag 7. Juni 2013
Hotel Garcas

Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg zum nahe gelegenen Flughafen.
Zum Glück hat es neben dem Hotel eine Bushaltestelle. Mit Sack und Pack warteten wir auf den Bus. Alls wir all unser Gepäck samt Fahrräder im vollen Bus hatten fuhr er zum Flughafen.
Beim Flughafen machten wir uns sogleich an das Verpacken unsere Fahrräder. Wie schon angenommen waren die Kartonkisten zu kurz. Mit Händen und Füssen erklärten wir dem Mann, der die Gepäckstücke einpackt, dass wir unsere Lowrider nicht abmontieren aber eine dritte Kiste benötigen. Wir erklärten ihm, dass wir die Kiste halbieren und so mit der ganze Kiste die fehlende Länge beheben möchten. Er nahm das Telefon in die Hand und telefonierte mit dem Check-in  ob dies gehe. Nach dem er das Ok. bekam machten wir es so.
Das ganze Verpacken ging schneller als wir es geplant haben, die restliche Zeit vertrieben wir im Kaffee.
Mit der Vueling Air ging es via Barcelona nach Kloten wo wir mit einer knappe Stunde Verspätung ankamen.
Wir waren enorm froh das Patrick in Kloten mit dem Auto auf uns wartete und die Kisten mit den Fahrräder und das Handgepäck abnahm. Wir fuhren, als alles im Auto verstaut war, mit dem Zug nach Hause.


Donnerstag 6. Juni 2013
Hotel Garcas

Wir standen frühmorgens auf weil wir bevor wir zur Kathedrale fahren zum Flughafen wollen um zu schauen ob es dort Verpackungmaterial für die Fahrräder und ein Vorabend Check-in gibt. Es gibt Kartongkisten, wir vermuten aber das sie zu kurz sein werden. Morgen wissen wir es.
Danach fuhren wir in die Stadt und zur Kathedrale in der Hoffnung das wir Monika, die polnische Pilgerin treffen würden. Als sie um 11.45 Uhr immer noch nicht aufgetaucht war, gingen wir in die Kathedrale zur Pilgermesse die jeweils um 12 Uhr beginnt. Wir verstanden kein Wort aber eindrücklich war es trotzdem. Die Kathedrale war voll von PilgerInnen. Der Höhepunkt der Messe war, als die Prister den grosse Weihrauchpendel in
Bewegung brachten.
Nach der Messe gingen wir noch einmal bei kühlem Witerung auf den grossen Platz und genossen noch einmal die Stimmung. Monika sahen wir nicht mehr, aber ein Pilger von der letzte Herberge von Briallos stand plötzlich neben uns.
Wir schlenderten noch ein wenig durch Santiago de Compostela.
Zurück im Hotel waren wir beide sehr müde und schliefen ein als wir auf unseren Betten lagen.
Zum Abendessen nahmen wir dieses mal kein Menú Jacobeo. Bei Kaffe und Kuchen liessen wir den Tag und die Tour ausklingen. Der Weg hat schon etwas besonderes eine Ehrfahrung die ich nicht missen möchte. Es ist nicht nur die Grenzen an die man kommt sondern viel mehr…. Versuche es, dann weisst du was wir meinen!


Mittwoch 5. Juni 2013
Briallos – Caldas de Reis – Carracedo – Padrón – Teo – Santiago de Compostela Kathedrale (Hotel)

Heute war unser letzter Tag. Ich war auf Santiago de Compostela sehr gespannt.
Zum letzten Mal beluden wir unsere Fahrräder, dann hat uns der Camino auch schon wieder. Nach einiger Zeit holten wir Monika die Polin ein. Wir unterhielten uns nochmals kurz, dann ging es weiter. Der Camino führte uns wie immer über Stock und Stein, über sehr schöne Brücken, durch enge Gässchen, durch wunder schöne Landschaften. Wir mussten auch heute wieder das Fahrrad ein paar Mal schieben. Es gab auch heute wieder zum Teil sehr steil kurze Steigungen. Diese machten uns wie länger wie mehr zu schaffen, weil unsere Kräfte langsam schwinden. In Santiago angekommen, suchten wir durch die vielen Pilger den Weg zur Kathedrale, dort waren wir dan um 14.30Uhr. Bevor wir zum grossen Platz bei der Kathedrale gingen, mussten wir zuerst mal etwas Trinken. Danach gingen wir dann auf den grossen Platz. Was dort dann war, war unglaublich. Ich stand auf diesem Platz und staunte einen Augenblick. Alle Pilger die soeben ankamen, angekommen sind, waren dort und freuten sich, es geschaft zu haben. Es war so eine unglaublich schöne und friedliche Stimmung. Dies zu beschreiben ist fast unmöglich, Aussenstehende die dort waren begreifen es wahrscheinlich nicht wirklich, man muss als Pilger dort ankommen um dies zu begreifen oder fühlen. Das tollste war, als wir dann plötzlich die beiden portugisischen Biker sahen. Sie waren eigentlich auf dem Weg zum Bahnhof und schauten noch einmal beim Platz vorbei. Wir vier freuten uns unglaublich das wir uns nochmals sahen. Wir genossen die kurze Zeit miteinander und freuten uns füreinander. Dann mussten sie leider gehen.
Wir blieben noch auf den Platz und genossen einfach alles.
Die fünf Tage auf dem Camino waren unglaublich intensiv, schön, ein Erlebnisse und Abenteuer.
Beate und ich beschlossen, morgen Donnerstag die Monika beim Platz ausfindig zu machen um dass wenn sie ankommt nicht alleine ist.
Bei dem Pilgerbüro war eine Ansammlung von Pilger, alle wollen ihre Urkunde.
Als auch wir unsere bekamen, machten wir uns auf den Weg zum 10 Kilometer entfernte Hotel. Dies gönnen wir uns jetzt. Wir nahmen es auch deshalb, weil es nahe am Flughafen liegt.
Wir freuten uns beim Nachtessen auf einen Teller Salat.
Beim Nachtessen schwelgten wir in der Erinnerung vom Camino und dem Platz.
Es war eine wunderbare Zeit auf dem Camino.
Der Camino lässt einem nicht mehr los.

Ein grosses Kompliment möchte ich Beate machen. Sie war mehr als einmal am Limmit, setzte sich aber immer wieder auf das Fahrrad und fuhr weiter oder beisste auf die Zähne. Sie meisterte auch alle längere wie kürzere, steile bis sehr steile Aufstiege super. Dank ihr gab es einige kluge Entscheidungen.

Auch unsere Fahrräder möchte ich nicht vergessen. Wir hatten nicht das geringste Problem mit ihnen. Obwohl sie während den fünf Tage Camino aufs äusserste strapaziert wurden.

Unterkunft: Zimmer
Hotel Garcas in Santiago de Compostela ( garcashotel.com )
Tolles Hotel sehr nahe am Flughafen und hat einen kleinen Raum für die Fahrräder. uns gefiel es sehr.

Fahrzeit: 6:31
Distanz: 59.41
Durchschnitt: 9.6
Höhenmeter: 976


Dienstag 4. Juni 2013
Tui – O Porriño – Mos – Redondela – Pontesampaio – Portela – Briallos

Während dem wir in der Herberge unsere Sachen zusammenräumen, kamen wir mit einer Pilgerin die mit einer Frauengruppe unterwegs ist, kurz ins Gespräch. Sie meinte das für uns 30 Kilometer ja nichts sei. Wir erklärte ihr, das dies nicht so ist und je nach Weg oder Strassenverhältnis, wir nicht schneller unterwegs sind wie sie.
Um 7.00 Uhr gingen wir In das gleiche Kaffee, Muse frühstücken, wie schon gestern Abendessen. Um 8 Uhr machten wir uns auf den Camino. Wir wollten heute um die 60 km zurücklegen, damit wir morgen nicht mehr so viel müssen.
Heute meinte es der Camino bis zum Schlussaufstieg gut mit uns. Es gab aber sehr steile Der erste Aufstieg bis auf 200 m/üm war nicht wirklich schwer. Es gab aber bei jedem Aufstieg sehr steile Abschnitte bis zu 14%. Der zweite auf 170 m/üm ging auch noch. Beim letzten auf 140 m/üm wussten wir, das es Stellen gibt bei denen wir das Fahrrad schieben müssen, und der Aufstieg anscheinend auch sehr schön sein müsste. Schlussendlich schoben wir unsere Fahrräder mehr oder weniger den ganzen Aufstieg. Es gab Abschnitte wo wir mit unseren Räder, so wie auch gestern, irgendwie fehl am Planz waren. Ich fand es während des Aufstieg lustig, denn die Höhenmeter hatten wir im nu. Es war aber auch toll eine solche Erfahrung gemacht zu haben, egal wie anstrengen es im Moment gewesen war.
Die Beschilderung bis nach Pontevedra fanden wir nicht wirklich gut, vor allem durch die Städtchen mussten wir oft die Pfeile/ Schilder suchen. Ab und durch Pontevedra war es sehr gut.
Bei der sehr schöne, sehr unkomplizierte Pilger Herberge in Briallos endeten wir wie geplant, unsere Etappe. Es war wiederum eine anstrengende Etappe.
Zu Beginn war Monika eine polnische Pilgerin und ein Italienisches Pilgerpaar, das schon div. Caminos beendet haben, in der Herberge. Später kamen noch fünf weitere Pilger dazu. Mit Monika sprachen wir beim Essen noch ein wenig.
Es war wieder einmal mehr einen begnüglicher Abend.

Unterkunft: Zimmer (Massenschlag)
Pilger Herberge Briallos
Super schöne Herberge, wir fanden es super.

Fahrzeit: 6:43
Distanz: 69.64
Durchschnitt: 10.3
Höhenmeter: 1055


Montag 3. Juni 2013
Ponte de Lima – Portela Grande – Rubiães – S.Bento da Porta Aberta – Valença – Tui

Mit dem deutsch /spanischen Pärchen frühstückten wir, danach gingen sie auf ihren und wir auf unseren Weg.
Was heute uns auf dem Camino erwartet wussten wir zum Glück nicht so genau, wir wussten nur das der höchste Punkt 400 m/üm ist.
Am Anfang war alles noch gemächlich, wir fuhren um die Brücke, die in unserem Buch für Fahrradtourenfahrer nur schwer zu überqueren beschrieben war. Als wir dann zwei portugisische Biker fragten, die ebenfalls in der gleiche Herberge übernachteten, wie die Brücke war, sagten sie: “ Das es kein Problem mehr sei über die Brücke“. Diese Biker staunten nicht schlecht als wir sagten, dass wir in Faro gestartet seien. Wir zahlten ihnen ihren Kaffees, so wollten wir etwas zurück geben was wir an Gastfreundschaft und Freundlichkeit erleben durften.
Nach dem Kaffee fing es an allmählich steiler zu werden. Als wir eine Unfahrungsmöglichkeit für Fahrräder verpasst hatten, standen wir plötzlich auf einem Stück Camino auf dem wir nicht mehr weiter kamen. So mussten wir zu zweit zuerst das eine Fahrrad danach das ander das felsige zum Teil schmalen Stück hinauf wuchten. Bei meinem mussten wir die Vordertaschen abnehmen weil es sonst zu breit war. Es war etwas zwischen, schieben, tragen und heben. Auf alle Fälle brauchten wir beim Aufstieg viel Zeit. Dies brauchte sehr viel Kraft. Mit vereinigten Kräften schaften wir es irgendwie die Fahrräder hoch zu bringen. Oben stand eine Gedenkkreuz das Cruz dos Franceses das auch unter dem Name Cruz Dos Mortos bekannt ist. „Diese Kreuz bezeichnet den Ort, an welchem Napoleons Truppen während ihrer Besetzung der Iberischen Halbinsel zwischen 1808 und 1814 in einen Hinterhalt gerieten.
Heute legen hier Pilger Steine zur Erinnerung an ihre Pilgerreise und die damit verbundene Gebetsanliegen ab“.
Als Beate ihre Kleine Berlinerfahne mit unseren Namen an das Kreuz band, kamen wir ein wenig die emotionen hoch. In diesem Moment hatte ich Mühe mich zu beherrschen.
Die letzten paar Höhenmeter konnten wir dann wieder fahren. Oben angekommen trafen wir zum letzten mal die beiden portugisischen Biker. Sie waren froh das wir oben angekommen waren.
Es gefällt mir sehr das begegnen von anderen Pilger, den eventuellen kleinen schwatz miteinander und sich dann ein „Buen Camino“ zu wünschen und sich wieder auf den Camino zu machen, oder sich zumindest beim vorbeifahren eine „Buen Camino“ zu wünschen.
Nach einer kurze Mittagspause ging es Richtung spanische Grenze. Beim Kaffee unmittelbar vor der Grenze kamen mir zum zweiten Mal die Emotionen ein wenig hoch. Mir kam all das erlebte in Portugal in den Sinn. Es bedeutet aber auch das wir Portugal von Süden her durchquert haben.
Als wir in Tui vor der Kathedrale standen, wurde uns bewusst das wir innerhalb von wenigen Meter eine Stunde verloren. Deshalb entschieden wir hier in die Herberge zu gehen. Es war wie die zwei anderen, eine sehr schöne Herberge.
In Tui gingen wir zum ersten Mal etwas kleines ausswerts Essen. Sozusagen unser erstes Pilgermenu….

Unterkunft: Zimmer (Massenschlag)
Pilger Herberge Tui

Sehr schöne Herberge, leider hat sie keine Küche.

Fahrzeit: 4:36
Distanz: 40.12
Durchschnitt: 8.7
Höhenmeter: 756


Sonntag 2. Juni 2013
Rates – St. da Franqueria – Barcelos – Portela de Zamel – Portela da Facha – Ponte de Lima

Als wir Frühstückten, fragten wir uns warum die Fusspilger alle ohne zu Essen sich auf den Camino machten. Als wir dann los gingen, wir waren die letzten, sahen wir sie alle wieder kurz nach der Herberge. Erst dann kam es uns in den Sinn das sie wahrscheinlich in das Restaurant gingen.
Das Wetter war wieder einen Traum, Sonenschein bei 37 C.
Auch der Camino war einmalig. Er führt uns über Stock und Stein.
Er ist an manchen Orten nicht ganz einfach zu fahren, wir mussten einigemale das Fahrrad einen Moment schieben. Deshalb und auch weil die Weg- und Strassenbeschaffenheit meistens nur Schritttempo zulassen, sind wir gar nicht viel schneller unterwegs als diejenigen die zu Fuss unterwegs sind.
Das macht uns aber nichts aus. Wir sind der Meinung das es gut ist das diesen Teil von der Reise eine ander Dynamik hat. Weil es gemächlicher zu und her geht, haben wir auch Zeit mehr miteinander während dem fahren zu sprächen.
Während unserer Kaffeepause kamen wir mit einem österreichisches Pilgerpaar ins Gespräch, sie wollten einige Sachen über unsere Fahrräder wissen. Als wir dann wieder auf dem Fahrrad waren, trafen wir Ulrike und Caroline. Wir fuhren Schritttempo damit sie weiter laufen und zugleich wir mit ihnen reden konnten, am Schluss war es eine sehr tolle Unterhaltung im stehen.
Später in der Herberge trafen wir ein deutsch /spanisches Pärchen das wir unterwegs schon gesehen haben und asen mit ihnen das Abendessen.
Beate und ich besprachen dann noch die morgige Etappe.

Unterkunft: Zimmer (Massenschlag)
Pilger Herberge Ponte de
Lima
Sehr schöne Herberge, an einem sehr schönem Ort.

Fahrzeit: 5:37
Distanz: 51.63
Durchschnitt: 9.1
Höhenmeter: 764


Samstag 1. Juni 2013
Madalena – Porto – Matosinhos – Perafita – Lavra – Vila Cha – Vilar do Conde – Rio Mau-Rates

An der Promenade von Porto machten wir einen kurzen Halt und bestaunten die Brücke die nach Porto führt, die Gondelbahn und die Sicht zur Sadt. Bei der Kathedrale besorgten wir unsere Pilgerpäss.
Nun sind wir offizielle Fahrradpilger.
Aus Porto raus zu finden war nicht ganz einfach. Auch die Orientierung zu den gelben Pfeile die nun unseren Weg zeigen, braucht eine gewisse Anlaufszeit weil die Pfeile überall sein können. Und weil wir mit dem Fahrrad unterwegs sind müssen wir gut schauen das wir an keinen vorbei fahren. Manchmal mussten wir die Pfeile suchen, aber im grossen und ganzen ging es gut.
Es ging dann auch nicht lange bis wir Pilger sahen die zu Fuss unterwegs sind. Für diese habe ich grossen Respekt, erst recht wenn es solches Traumwetter ist wie heute, Sonnenschein bei 30 C.
Der Camino führte uns meist auf Kopfsteinpflaster durch Traumhafte Landschaften.
Die Pilgerherberge in Rates suchten wir dann allerdings ca. 45 Minuten. Am Schluss eskortierte uns eine Bikergruppe zur Herberge. Erst dann merkten wir, dass wir vorher beim Suchen schon sicher drei Male bei ihr vorbeigefahren sind. Wir bekamen unseren Stemppel und ein Zimmer zugewiesen.
Wiederum erfuhren wir die grosse Gastfreunschaft der Portugiesen: Als wir in der Küche unser Abendessen kochen wollte, wurden wir von den freiwilligen Arbeitenden der Herberge zu Tisch gebeten und konnten mit ihnen Essen. Es war eine lustige Runde. Eine Mexikanerin, ein Andelusier, Portugiesen, Beate als Deutsche und ich als Schweizer.

Unterkunft:
 Zimmer (Massenschlag)
Pilger Herberge Rates
Sehr schöne Herberge, gefiel uns sehr gut.

Fahrzeit: 5:12
Distanz: 53.38
Durchschnitt: 10.2
Höhenmeter: 796


Freitag 31. Mai 2013
Costa Nova do Prado – Forte da Barra – S. Jacinto – Carregal – Furdouro – Espinho – Madalena

Wie eine Fahne im Wind.
So kam es mir heute vor, vom ersten Meter an hatten wir Sturm artige Böhen. Diese waren so stark, dass wir manchmal schauen mussten, das wir nicht von der Strasse kamen. Für Segler und Surfer einen Traum, für uns eine Alptraum. Es kam soweit, dass ich vom Wind einfach genug bekam. Ich verwünschte ihn. Wenn ich so Denke, was denkt denn Beate darüber? Am Abend sagt dann Beate, sie hätte sich wie „Vom Winde verweht“ gefühlt.
In Forte da Barra mussten wir eine Stunde auf die Fähre nach S. Jacinto warten.
In S. Jacinto nahmen wir den Weg bis nach Furdouro in Angriff. Kur vor Fourdouro überholte uns ein deutsches Fahrradtouren-Männer-Duo. Wir sprachen kurz während dem Fahren miteinander.
Nach Fourdouro ging der Weg auf einer sehr schöner Nebenstrasse Weiter. Es hätte einen super Fahrradweg gehabt, leider waren die Brücken noch im Bau, so mussten wir immer wieder auf die Strasse ausweichen. Nach der fünfte Brücke blieben wir auf der Strasse
Nach einem kurzen Abstecher an den Strand, gab es noch einen kleinen Einkaufsstopp danach fuhren wir zum Campingplatz.
Unser Zelt stellten wir unter Eukalyptusbäume auf.
Der Abend war schön lau so das wir ohne zu frieren draussen essen konnten.
Wir sind vor den Toren von Porto.
In Porto möchten wir morgen gerne bei der Kathedrale einen Pillgerpass holen, denn unser Plan ist es von Porto bis nach Santiago de Compostela auf dem Pillgerweg zu fahren.

Unterkunft: Zelt
Campingplatz Da Madalena ( campingplatz-orbitur-madalena )
Sehr schöner Campingplatz, hat uns sehr gut gefallen.

Fahrzeit: 5:31
Distanz: 70.37
Durchschnitt: 12.7
Höhenmeter: 313


Donnerstag 30. Mai 2013
Coimbrão – Ervedeira – Leirosa – Cova – Tavarede – Serra da Boa Viagem – Quiaios-Moinhos da Gândara – Lagoa da Vela – Lagoa da Barrinha – Poco da Cruz – Vagueira – Costa Nova do Prado

Nach einer kühle Nacht, standen wir bei Sonnenschein und kühler Temperatur auf. Ich mache als erstes wenn ich aus dem Zelt komme, heisses Wasser für Kaffee. Um 8 Uhr holte Beate unsere bestellte Brötchen und ein Brot an der Rezeption ab. Wir verabschieden uns bei Herr und Frau Fischer und machten uns danach um 9.30 Uhr auf den Weg.
Wir kommen gut voran, der ungeplanter Ruhetag hat beiden gut getan.
Wir fuhren bis wir auf die sehr befahrene N109 mussten, grösstenteils auf Fahrradwegen.
In Cova mussten wir über eine sehr spektakuläre Brücke bis nach Figueira da Foz. Die hat ebenfalls einen Fahrradweg, nur nach der Brücke als der
Fahrradweg zu Ende war, standen wir auf der Einmündung zur Autobahn A14 und IP3, und vor einem Fahrradverbot. Wir mussten zuerst die Strasse überqueren danach etwa fünf Meter in die Gegenrichtung bis wir weiterfahren konnten. In Tavarede tranken wir beim Mac einen Kaffee.
Einer sehr schöner Aufstieg folgte bis nach Serra da Boa Viagem. Von dort ging es runter nach Quiaios. Dort wollten wir auf die Küstenstrasse, leider gingen wir statt Links, Rechts und landeten ein wenig später auf der Haubtverkehrsachse N109. Wir fanden die Küstenstrasse dann doch noch. Sie führte uns Abseits vom grossen Verkehr durch den Wald. Der strassenzustand war auf gewissen Abschnitte sehr schlecht. Dort mussten wir um den Schlaglöcher auszuweichen Slalom fahren.
Als Krönung vom Tag, hatten wir die letzten 17 Kilometer heftige Windböhen.
Müde aber zufrieden kamen wir beim Campinplatz Costa Nova do Prado an.
Während dem ich schrieb, schlief Beate ein.

Unterkunft: Zelt
Campingplatz Costa Nova ( campingcostanova.com )
Schöner, grosser Campingplatz.

Fahrzeit: 7:26
Distanz: 106.79
Durchschnitt: 14.3
Höhenmeter: 590


Mittwoch 29. Mai 2013
Campingplatz Coimbrão

Wie angekündigt war das Wetter als wir aufstanden nicht gut. Es ist jetzt nicht nur kühl und sehr windig, sondern jetzt regnet es noch zusätzlich. Vor allem in Norden Richtung Porto sieht es gar nicht gut aus heute. Wir entschlossen uns etwas zu warten. Nebst dem Wetter hinterlässt die Tour bei Beate ihre Spuren, aber auch ich spüre die Tour langsam in den Beine.Weil für morgen Donnerstag der Wetterbericht gut sein soll, entschlossen wir auf dem Campingplatz zu bleiben. Ich denke das dies das einzige richtige ist, Beate hatte Mühe dies zu akzeptieren, weil sie ansich selber den Anspruch hat, ein Ruhetag müsse reichen.Am Nachmittag gingen wir das kleine Städtchen Coimbrão anschauen. Später schliefen wir dann beide vor dem Zelt ein. In dem kleinen Laden wo wir noch einkaufen gingen war eine lustige Verkäuferin. Sie konnte Französisch und sagte uns dann immer wie es auf Portugisisch heisst. Das Abendessen genossen wir bei starken Regen unter dem Unterstand neben dem Swimmingpool mit Stuhl und Tisch.Wir geniessen momentan in Rezeption die auch eine Bar ist einen Kaffee den uns Frau Fischer, die Besitzerin des Campingplatzes, gemacht hat.Als Beate für den morgigen Tag die Etappe festgelegt hat und ich den Blog aufdatiert hatte, wollten wir eigentlich in unser Zelt. Aber plötzlich kamen die Holländer von ihren Wohnwagen in die Baar, das heisst, an den Tisch an dem wir sassen, und begannen mit uns zu sprechen. Am Schluss waren es vier Holländische Paare, Herr und Frau Fischer und wir beide. Es war ein sehr lustigen und geselligen Abend. Um 23 Uhr verabschieden wir uns dann doch.

Dieser Campingplatz war für uns ein Highlight.


Dienstag 28. Mai 2013
Foz do Arelho – Salir do Porto – São Martinho do Porto – Famalicão – Nazaré – Vale de Paredes – São Pedro de Moel – Vieira de Leiria – Pedrõgão – Coimbrão

Heute Nacht haben wir beide sehr schlecht geschlafen. Es hat geregnet und gewindet.
Als ich aus dem Zelt ging um Wasser für Kaffee zu kochen, war es immer noch sehr stark bewölkt und sehr frisch. Um 09.30 Uhr waren wir bereit. Wir fuhren durch sehr schöne Gegenden und Landschaften,vor allem an der Küsten entlang war es schön. während der ganze Fahrt herrschten sturmartige Böhen. Die Mittagspause machten wir an einem sehr schönen Platz, der sehr gute Invrastrucktur für Pausen bietet.
Als wir schon fast an einen von zwei möglichen von uns anvisierte Campingplätze waren, standen wir plötzlich vor dem Rio und einer gesperrte Brücke von der nur die Pfeiler schon neu saniert wurden. Anscheinend steht sie seit Monaten schon so da.
Als wir dann doch noch zu diesem Campingplatz gelangten, war dort die Hölle los. Uns war klar das wir nicht auf diesen Platz gehen. So Namen wir den zweiten Campinplatz der aber noch 40 Km. weit weg war unter die Räder. Beate war langsam am Anschlag, darum schlug sie vor, als wir 5,5 km später ein Wegweiser zu einem anderen Campingplatz sahen, mal hin zu gehen um zu schauen wie er ist. Wiederwillig folgte ich Beate. Und siehe da, Es war einen sehr schönen kleinen Campingplatz. Geführt wird er von einem deutschen Ehepaar Fischer, die ihr Privatgrundstück zu einen Campingplatz umfunktionierten. Er ist sehr gepflegt. Leider war es zu kalt um im Swimmingpool baden zu gehen. Dafür gab es eine ausgiebige heisse Dusche. Nach dem Abendessen verkrochen wir uns bald einmal in unsere Schlafsäcke um uns aufzuwärmen.

Unterkunft: Zelt
Campingplatz Coimbrao ( portugal-camping.eu )
Super schöner Campingplatz, wir fanden ihn genial.

Fahrzeit: 5.59
Distanz: 85.35
Durchschnitt: 14.2
Höhenmeter: 626


Montag 27. Mai 2013
Campingplatz Foz do Arelho

Wir geniessen momentan unseren Ruhetag.
Ruhetag heisst bei uns, entspannen aber doch auch wieder für die kommenden Tagen Planen.
Nach dem Beate gewaschen hat, konnte ich endlich den Blog aktualisieren. Danach gingen wir zufuss einkaufen.
Beate ging mit dem Fahrrad an die Küste, ich machte es mir beim Zelt gemütlich und räumte später noch ein wenig auf.
Zum Abendessen gab es den Resten Reis dazu mischte ich noch Bohnen und Pilzze.
Zusammenfassung:
Distanz: 524.90 Km.
Höhenmeter: 5’122
Wetter: Ausser am Montag, hatten wir immer schönes Wetter. Am Morgen und am Abend ist und wird es sehr frisch. Tagsüber ist es heiss wenn der Wind nachlässt.


Sonntag 26. Mai 2013
Ericeira – Ribamar – Barril – Coutada – Torres – Casais Larana – Bomborral – Óbidos – Bairro – Foz do Arelho

Wie jeden Morgen, standen wir um 6.30 Uhr auf.
Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg zum Campingplatz Foz do Arelho.
Obwohl wir langsam die Anstrengung von den letzten Tage spürten, ging es gut voran. Was mich erstaunt ist, wie viele Rennradfahrer wir die ganze Zeit schon auf unserer Fahrt gesehen haben. Nach Torres wartete ein Rennradfahrer auf uns und war sehr interessiert über unsere Fahrt. Nach einer Kaffeepause kam während dem Beate auf dem WC war eine Motorradgruppe mit ihren Rennmaschienen und parkten um unseren Fahrräder. Als ich einer fragte ob er seine Maschine umparkieren könnte, dass wir mit den Fahrräder hinaus können, war es natürlich kein Problem. Plötzlich interessierte sich die Gruppe für uns und wollte wissen von wo bis wo wir fahren. Sie zollten uns grossen Respeckt. Auch sonst winkten uns schon die eine oder andere Mottorradfahrergruppe.
In Óbidos bestaunten wir den Aquädukt und die Burg. Danach machten wir uns auf die letzten paar Kilometer bis zum Campingplatz. Auch hier waren Wir enorm froh um unser GPS-Gerät. Es führte uns um Caldas da Rainha direkt an den Campingplatz. Allgemein haben sich unsere neue Gerätschaft ihren grossen nutzten gezeigt. Allen voran das Solar Panell mit dem Akku ist super. Bis jetzt erlebten wir die Portugiesen äusserst Gastfreundlich, egal ob Polizist, Fussgänger oder Campingplatzbesitzer.

Übernachtung: Zelt
Campingplatz foz do Arelho ( campingplatz-orbitur-foz-do-arelho )
Sehr schöner Campingplatz, hat uns sehr gefallen.

Fahrzeit: 5:50
Distanz: 75.53
Durchschnitt: 12.9
Höhenmeter: 790


Samstag 25. Mai 2013

Costa da Caparica – Trafaria (Fähre bis nach Belém) – Lissabon – Cascais – Aldela de Juso – Malveira da Serra -Linhó – Sintra – Odrinhas – Ericeira

Wir entschieden uns gegen den Zug und versuchen es mit dem Fahrrad an der Küstenstrasse (Marginal) entlang aus Lissabon zu kommen. Damit hofften wir doch noch etwas von der Statt zu sehen.

Zuerst genossen wir die Fahrt mit der Personen Fähre von Trafaria bis nach Belém, einem Vorort von Lissabon.

Obwohl dieStrasse sehr befahren war, war es kein Problem. Entgegen alle Berichte die ich in Bücher gelesen habe, sind die Portugisischen Autofahrer bis jetzt sehr rücksichtsvoll gegenüber den Radfahrer. Auch dank dem GPS Gerät, das wie so oft für uns eine grosse Hilfe war und ist, gelang es uns ohne Problem weiter zu fahren.
Von Cascais fuhren wir weiter an der Küsten entlang ohne zu wissen was uns erwartet. Der Blick und die Küste ist sehr schön, aber der Gegenwind ist heftig. Danach ging es durch den Parque Natural de Sintra Cascais, es war wunderschön aber es gab Steigungen bis zu 14%. Als es dann wieder flach war hatten wir unser treuen Begleiter namens Wind (Gegenwind) wieder.
Wir trafen auf einen sehr grossen mit Blick auf den Ozean ein.

Übernachtung: Zelt
Campingplatz Ericeira ( ericeiracamping.com )
Grosser schöner Campingplatz, leider gab es kein warmes Wasser

Fahrzeit: 6:12
Distanz: 82.55
Durchschnitt: 13.3
Höhenmeter: 982


Freitag 24. Mai 2013

Praia Da Gale Meldies – Troia – Setubal – Vila Vresca de Azaitã – Quinta do Conde – Coina-Corroios – Sobreda -Capuchos – Costa de Caparica

Die Strecke bis nach Troia war sehr schön. Von Troia nahmen wir die Fähre bis nach Setubal. Nach einem Caffee machten wir uns auf für Teil zwei. Bei 39 C an der Sonne, führte uns die Strasse über einen sehr schönen Aufstieg, leider mit viel Verkehr, bis nach Vila Vresca de Azaitã. Danach war es bis zum Campingplatz eine mühsame Geschichte. Sehr viel Verkehr, stehtig durch grössere Vororte. Wir waren sehr froh als wir endlich am Ziel waren.
Während dem Abendess besprachen wir, wie immer den kommende Tag. Heute ein wenig ausführlicher weil wir nicht genau wussten wie wir am Besten durch und aus Lissabon kommen.

Unterkunft: Zelt
Campingplatz Costa de Caparica ( orbitur.pt/camping-orbitur-costa-de-caparica/costa-de-caparica )
Grosser  Campingplatz.

Fahrzeit: 5:55
Distanz: 86.63
Durchschnitt: 14.6
Höhenmeter: 624.


Donnerstag 23. Mai 2013

Saõ Miguel – Fataca – Vila Nova de Milfontes – Sines – St.André – Aldeia de Bresos – Melides

Heute war ein perfekten Tag.
Wir verabschieden uns nach einem kurzen Gespräch über ihre Motorräder und Aussrüstung, von Carsten und Kirsten. Sie furen heute nach Lissabon.
Wir kamen gut voran, es war bedeckt und sehr frisch.
Nach dem Mitagessen, wussten wir das es super wäre wenn wir die 64 Kilometer schaffen würden die es braucht um zu dem Campingplatz zu kommen den wir gerne erreichen würden. Es lief uns wiederum sehr gut. Manchmal fragte ich mich ob es jetzt Bergauf oder flach ist. Einen schönen Abschnitt führte uns direkt am Athlantischen Ozean entlang. Ein anderer Abschnitt war auf einer noch im Bau befindende Strasse. Sie war wie eine Autobahn, darauf zu fahren war aber super.4 1/2 Stunden später am 18.30 Uhr waren wir beim Campingplatz. Als das Zelt stand gingen wir noch an den Ozean. Es war wunderschön Nach dem Duschen kochte ich noch das Abendessen.
Während dem Essen und jetzt im Zelt hört man das Rauschen vom Ozean.

Unterkunft: Zelt
Campingplatz Praia Da Gale Melides ( e-camping.net/de/portugal/melides/praia_da_gale.html)
Grosser schöner Campingplatz mit atemberaubende Aussicht an der Küste.

Fahrzeit: 7:03
Distanz: 111.03
Durchschnitt: 15.7
Höhenmeter:794


Mittwoch 22. Mai 2013
Caldas de Monchique – Nave – Aljezur – Odemira

Alls wir alles zusammengepackt und die Fahrräder beladen hatten, ging es um 9.30 Uhr los. Es ging von Anfang an Bergauf. via Nave durchquerten wir die Serra de Monchique. Landschaftlich war es wunder schön, aber auch sehr anspruchsvoll. Obwohl Beate am Anschlag lief, machte sie es super. In Saône Miguel konnte Beate nicht mehr. Wir gingen dort auf einen von uns auf der Karte eingezeichneten Campingplatz. Die Erchnüchterung war vor allem bei Beate ziemlich gross, als sie die Fahrzeit und die gefahrenen Kilometer sah. Sie zweifelte sogar ob wir es bis Santiago de Gopostella schaffen. Eine Sicherheit dafür gibt es nicht, aber ich glaube daran.
Zu Beginn waren wir alleine auf dem Campingplatz, das hat unser Frust nur noch gesteigert. Zum Glück kam dann später ein Deutsches Paar, Carsten und Kirsten die mit ihren beiden Honda Innova 125i drei Monaten durch Europa fahren. Dies hob unsere Stimmung deutlich an. Nach dem Abendessen kamen die beiden zu uns und wir hatten noch einen gemütlichen Abend.

Unterkunft: Zelt
Campingplatz  S. Miguel ( campingsaomiguel.com )
Grosser Campingplatz, leider waren wir nicht in der Stimmung ihn wirklich zu geniessen.

Fahrzeit: 4:30
Distanz: 54
Höhenmeter: 620


Dienstag 21. Mai 2013
Quarteira – Loule – Aldeia de Tõr – Alto Fica – Benafim grande – Alte – Silves – Caldas de Monchique

Um 6.30Uhr standen wir auf. Es war relativ kalt aber nur weil die Sonne noch zu schwach war. Ich setzte Wasser auf für Tee und Caffe und Tee. Als wir unsere Sachen gepackt hatten Frühstückten wir. Danach bauten wir das Zelt ab und beluden unsere Fahrräder. Beim WC- Haus trafen wir noch ein Britisches Fahrradtouren Paar, wir sprachen noch kurz mit ihnen bevor wir uns an der Rezeption abmeldeten.
Sonne war mittlerweile schon ziemlich stark. Wir entschieden uns nicht der Küste entlang zu fahren sondern an den äusseren Ecken der Sierra Do Caldeirão. Die ersten 3 1/2 Stunden ging es mehrheitlich aufwärts. Die Steigungen haben bis 10%. Dazu kommt noch die brennende Sonne. Aber ich bemerkte diese gar nicht wirklich, ich fand es einfach super das es so schönes Wetter war. Wir führen an sehr schönen Landschaften vorbei, an herrlich riechenden Zitronenplantaschen. Ich wusste gar nicht das Zitronen so richen können. Nach der Mittagspause ging es dann mehr oder weniger flach. Wir kommen flott voran. Deshalb entschieden wir in Silves weiter nach Caldas de Monchique zu fahren. Weil wir langsam am Anschlag waren, da wir schon sehr viele Höhenmeter gemacht haben, waren die letzten Paar Kilometer sehr hart weil sie wieder Bergauf gingen. Als wir dann endlich beim Homcar Camping waren und um ein Zimmer fragten, in diesem Ort gab es kein Camping und wir wussten das dieser Platz Zimmer anbietet, erlebten wir was Gastfreundschaft heisst. Uns wurde unser Zimmer gezeigt, Gezeigt wurde es uns von einem eusserst freundlichen Mann mit einem sehr tollen Hund namens Boss. Als dann zwei Frauen das Zimmer machen kämen sprachen wir noch einige Zeit mit diesen drei. Wir bekamen als erst einmal 7 frische Oangen von ihrem Baum, später brachten uns die Frauen Suppen und Spiegelei mit Speck. Wir konnten unseren Augen kaum trauen. Es ist einfach toll so was erleben zu dürfen. Wir genossen das Essen und gingen danach schlafen.

Unterkunft: Zimmer
„Vale da Carrasqueira“  Caravan Rural Park ( valedacarrasqueira.com )
Sehr tolle Unterkunft, wir fanden es genial.

Fahrzeit: 7:06
Distanz: 92.58
Durchschnitt: 13
Höhenmeter: 1140


Montag 20. Mai 2013

Wir entschlossen uns heute Morgen um 6.30 Uhr, weil es sehr stark regnete einen Tag auf dem Campingplatz  zu bleiben. AmNachmittag hellte es auf und wir überlegten uns dann doch noch einmal ob wir aufbrechen sollen. Wir blieben um noch Kleinigkeiten zu erledigen. Ich befasste mich mit den Tücken IPad Mini und Blog schreiben. Als wir alles erledigt hatten genossen wir vor der nächste Regenschauer den kurzen sonnigen Abschnitt .

Sonntag 19. Mai 2013
Flughafen Faro – Quarteira

Um 11:35 Uhr hoben wir mit Air Berlin von regnerischen Kloten ab und flogen nach Palma de Mallorca dort mussten wir umsteigen und flogen wiederum mit Air Berlin dann nach Faro.
Nach insgesamt gut 3 Stunden Flug kamen wir dann endlich gut in Faro an.

Uns Empfang ein sehr starken Wind. Dafür gewannen wir eine Stunde weil Portugal einen Zeitunterschied von -1 Stunden hat. Die Erleichterung war noch grösser als wir unser Gepäck entgegen nehmen konnten. Nun mussten wir noch unsere Fahrräder fahrtauglich machen und dann konnte es los gehen.

Auf der grosse und stark befahrene N125 ging es dann Richtung Quarteira. Zum Glück gingen die letzten Paar Kilometer dann auf einer kleinere Strass bis zum Campingplatz Quarteira. Auch der Gegenwind war nicht so stark wie wir es befürchtet hatten.

Als wir unser Platz bezogen haben, stellte Beate das Zelt auf und ich ging einkaufen.

Nach dem wir gegessen haben gönnten wir uns noch ein Caffee im Bistro. Ich wollte noch ein Eintrag in den Blog machen aber es war wahrscheinlich zu spät um klar zu denken.

Unterkunft: Zelt
Campingplatz Quarteira: ( de.campings.com/camping-orbitur-quarteira-quarteira )
Schöner, sehr einfache Instelationen, kein WC Papier, WLAN im Bistro, Gaskartuschen im kleinen Laden.
Hat uns sehr gefallen.

Fahrzeit: 1:37
Kilometer: 22.58
Durchschnitt: 13.8
Wetter: Bewölkt 19 C


Samstag 18. Mai 2013
Nun ist es soweit, Morgen Sonntag beginnt unsere Tour quer durch Portugal, von Faro bis nach Santiago de Compostela (Esp).

Die Spannung wird wie näher der Abflug kommt grösser und grösser.
Heute waren wir beim Vorabend check-in und gaben unsere gut verpackten Fahrräder und Taschen auf. Der Moment der Abgabe von den beiden Kartonkiste mit unseren Fahrräder darin, ist für Beate und mich immer ein sehr banger Moment. Unsere Gedanken sind dann immer die gleiche : Hoffentlich kommen sie  ganz an.

6 Antworten zu “Von Faro – Porto und der Caminho Portugues 18.05.-06.06.2013

  1. Tchau ihr Pilgerer, ich geniesse es sehr eure Erlebnisse zu lesen. Und freue mich sehr für euch das das pilgern eure Reise zu noch etwas speziellerem macht!! War Heute noch in N’lenz alles ok. Wünsche euch noch 1,5 schöne, erlebnisreiche und wertvolle tage und eine gute Heimreise. Ganz liebe Grüsse, Marijke

  2. Boa Noite ihre fleissige Velofahrer,

    Genug Herausforderungen so zu lesen:-) Hoffe das das wetter sich wieder verbessert hat. Hier is es noch viel schlechter… Ich kann euch auf der Karte mitverfolgen, cool. War Heute bochmal in eure Wohnung, alles bestens! Ich drücke die Daumen das das Wetter gut wird/ bleibt und wünsche euch weiterhin viel Spass, liebe grüsse Tchau marijke

  3. Das klingt echt aufregend, HUT ab vor den Höhenmetern!!!! Bin gespannt auf die weiteren News;-))) glg, Anja

  4. Bom Dia ihr beiden, endlich habe ich auch euer blogg gefunden und gerade euere geschichten genossen. Also doch ein wenig mehr höhenmeter dann gedacht… ist das weil ihr richtung norden fährt?
    Ich habe strenge woche hinter mir, War am freitag in euere Wohnung, alles in bester Ordnung. Hoffe ihr seid mittlereweile im ruhigeren Fahrumgebung!! Viel spass, liebe grüsse, Marijke

  5. Bom dia,
    seit ihr gut angekommen? Wie geht es euch? lg aus dem kühlen Aargau… Anja, Muriel, Marijke;-))))

Hinterlasse eine Antwort zu anja Antwort abbrechen