Für uns war es von Anfang an klar, dass wir an unsere Pässe Fahrten weiter machen. Wir haben einfach Freude daran.
Campingplätze:
Alle waren ausgezeichnet, für unsere Ansprüche fehlte nichts.
Karte:
Schweizer Velokarte (Veloland Schweiz) 1:301’000, Kümmerly+Frey
Tour – Zusammenfassung
Pässe: 5
Etappen: 6
Ruhetag: 2
Distanz: 297.51 Km.
Tagesstrecke ø: 49,58 Km.
Höhenmeter: Ca. 5’554
Defekt: 0
Freitag 28. August 2015
7. Tag
Morteratsch – Berninapass 2’330 m ü.M – Poschiavo – Le Prese
Nach einer kühle Nacht war wieder einmal mehr Morgen.
Wir frühstückten im Laden des Campingplatzes. Der Campingplatz war übrigens top Ausgestattet.
Weil wir gestern schon ein gutes Stück des Aufstieges gemacht haben, mussten wir heute nicht mehr wirklich viel hoch fahren. Dafür konnten wir die Landschaft umso mehr geniessen. Als wir den Pass erreicht haben, erreichten wir auch das Val di Poschiavo. Als wir unser Passphoto machen wollten, kamen plötzlich 3 BMW Oldtimer Töff angefahren. Wir machten dann von ihnen ein Gruppenphoto und jemand von ihnen macht eines von uns beiden. Die Abfahrt war sehr schön, wir hielten oft zum Photografieren.
Unser begleiter von Poschiavo bis Le Prese war der Fluss Poschiavino.
Bis nach Le Prese ging alles bergab, darum waren wir ziemlich schnell und früh auf dem Campingplatz. Wir hätten auch mit dem Zug wieder nach Hause fahren können, aber wir wollten einfach noch eine Nacht hier bleiben. Ausserdem liegt der sehr schöner Campingplatz Cavresc unmitelbar beim Lago di Poschiavo und das rauschen vom Poschiavino ist auch zu hören. Wir stellten zuerst das Zelt auf und machten uns danach gemühtlich und assen den Käse wo wir gestern gekauft haben.
Als wir uns auf dem Campingplatz anmeldeten, sahen wir das es zum Abendessen Pizzoccheri gibt, hergestellt von der Besitzerin des Campingplatzes. Wir reservierten einen Platz. Wir waren die einzigen und wurden mit viel Liebe und freundlichkeit verköstigt. Als sie sah dass wir die Teller leer hatten, kam sie mit einer volle Schüssel. Die Pizzoccheri waren ausgezeichnet. Anscheinend kocht sie mehr mals die Woche Spezialitäten vom Puschlav.
Lange Zeit waren wir die einzige auf der Terasse, plötzlich kamen einige Leuten aus ihren Wohnwägen auf die Terasse und unterhalten sich mit dem Campingbesitzer angeregt und laut.
Wir liessen eine super, anstrengende Pässe Tour bei einem Caffee ausklingen.
Pass: Bernina 2’330 m ü. M.
Unterkunft: Zelt
Campingplatz Cavresc*** ( campingcavresc )
Kleiner, schöner, schöne Lage, schöne Plätze, sehr gut sanitärisch eingerichtet .
Fahrzeit: 2:42 Std.
Distanz: 35.35 Km.
Durchschnitt: 13.07
Höhenmeter: Ca. 428 m
Max.Steigung: 8 %
ø Steigung: 4 %
Donnerstag 27. August 2015
6. Tag
Bondo – Casaccia – Malojapass 1’815 m ü.M – Silvaplana – St. Moritz – Pontresina – Morteratsch
Als wir am Morgen um 07.00 Uhr aufstanden war es schon sehr schönes Wetter. Nach dem Frühstück packten wir unsere Sachen und machten uns auf den Weg. In Casaccia legten wir eine Pause ein. Von hier aus geht es zwar nur noch 4 Km. bis zum Malojapass, es sind aber auch noch Ca. 400 Höhenmeter zu bewältigen. Kurz nach dem wir wieder auf den Fahrräder waren, sahen wir die Wand die wir noch zu bewältigen haben. Ich fand sie von Anfang an cool zu fahren weil sie aus lauter kurze Spitzkehren bestand und so, sehr kurzweilig war. Wir kamen enorm schnell voran. Landschaftlich war es trotz den vielen Autos und LKW’S enorm schön. Nach 1 Stunde haben wir die Ca. 400 Höhenmeter bewältigt. Beate war unglaublich. Nach einem Caffee ging es mit Eiltempo zuerst dem Silser See danach dem Sivaplaner See Richtungen Silvaplana. Es lief richtig gut, im nu waren wir in St. Moritz. Was sich nicht gelohnt hat war, dass wir von St. Moritz bis Celerina die Transit Straße benutz haben. Zum Glück war es nur ein sehr kurzes Stück. Bis Pontresina nahmen wir den Fahrradweg, danach fuhren wir auf der Haupstrasse bis zum Abzweiger zum Campingplatz Morteratsch. Unser Platz ist unglaublich, direkt an einem kleine Bächlein.
Pass: Malojapass 1’815 m ü. M.
Unterkunft: Zelt
Camping Morteratsch**** ( camping-morteratsch )
Top moderner, sehr schöner, sehr schöne Plätze, inkl. Saune mit Blick zum Piz Palü.
Fahrzeit: 4:52 Std.
Distanz: 50.01 Km.
Durchschnitt: 10.26
Höhenmeter: Ca. 1’156
Max.Steigung: 14%
ø Steigung: 3%
Mittwoch 26. August 2015
5. Tag
Nufenen – Splügen – Splügen Pass 2’113 m ü.M (It) – Chiavenna (It) – Castasegna (It / CH) – Bondo
Nach einer flotte fahrt nach Splügen besorgten wir noch etwass kleines zum essen für unterwegs. Danach machten wir uns bei schönstem Wetter auf zum Splügenpass. Wir kamen gut voran. Das letzte Teil vom Pass führt uns über viele Kurven hoch. Kurz vor der passhöhe überquerten wir die italienische Grenze und bleiben auch eine ganze Weile auf italienischen Boden. Als wir oben ankahmen waren wir zu beginn schon einwenig erstaunt das es kein Restaurant gab für unseren Gipfelcaffee. Ein älteres Ehepaar das auch mit dem Fahrad kurz nach uns oben ankahm, erklärte uns dass wir ein Stück nach Unten fahren müssten. Somit begaben wir uns auf die Abfahrt. Als wir unsere Fahrräder bei einem Caffe hingestellt haben, kam ein älterer Herr auf uns zu und wollte wissen von wo bis wo wir fahren und er uns grossen Respeckt zollt. Ich finde es jedes Mal sehr toll, wenn wir von fremden interessierten Menschen angesprochen werden.
Die Abfahrt war, ausser der Landschaft, zwar lange aber nichts zum geniessen. Es ging zum teil bis zu 12% steil runter, dazu kamen Tunnels, schlechter Strassenzustand und enge Kurven. Wir waren auf alle Fälle froh, als wir unten in Chiavenna ankamen. Von Chiavenna fuhren wir ins Bergell hinein. Wir fuhren auf der sehr befahrene Hauptstrasse. Eine Frau drückte uns eine Karte in die Hand und meinte, wir sollen auf den Fahrradweg. Zuerst blieben wir auf der Strasse weil sie gleichmässig steigt. Genau dies vermuteten wir tut der Fahrradweg nicht. Als wir dann doch mal schauen wollten wie er ist, war es genau so wie wir es gedacht haben. Einige kleine giftige bis zu 12% Steigungen. Wir entschieden uns ziemlich schnell wieder für die Strasse. Der Fahrradweg ist sicher sehr schön aber das ständige Auf und Ab zehrt schon ziemlich an den Kräften. In Castasegna fuhren wir wieder in die Schweiz hinein. Dort machten wir eine kleinere Essenspause. Danach ging die Fahrt bis nach Bondo auf den Campingplatz. Beate stellte das noch vom Regen, feuchte Zelt auf und ich ging einkaufen. Der Campingplatz ist sehr klein aber sehr gut ausgestattet. Die ganze Sanitärische Anlage kan man in der nebenstehender Turnhalle benutzen inkl. Waschmaschine und Tumbler.
Pass: Splügen 2’113 m ü. M.
Unterkunft: Zelt
Campingplatz Bondo ( camping-bondo )
Kleiner, schöne Lage, sehr gut sanitärisch eingerichtet.
Fahrzeit: 5:35 Std.
Distanz: 62.90 Km.
Durchschnitt: 11.24
Höhenmeter: Ca. 1’124
Max.Steigung: 13%
ø Steigung: 4%
Dienstag 25. August 2015
4. Tag
Claro – Castione – San Bernardino 2’065 m ü.M – Nufenen
In der Nacht hat der Himmel die Schleusen geöffnet. Der Regen prasste unrbitterlich auf unserZelt. Das Hilleberg Kaitum 3Gt hielt den Regen mit bravur ab.
Um 05.45 Uhr standen wir auf und machten uns, bei immer schönner werdeten Wetter bereit für unsere nächste Etsppe.
09.00 Uhr verliessen wir den Campingplatz Al Censo.
Nach ca. 2 Std. waren wir bereits bei Ri de Buffalora und tranken dort, nach einigen Photos vom unglaublichen wasserfall, einen Caffee. Bald danach begann dann die Steigung zum Pass San Bernardino. Die Steigungen hatten es insich. Sie waren manchmal Rampen. Was ich sehr speziell fand, da fährt man einen Pass hoch und neben an hat es eine Autobahn!
Als wir in Pian san Giacomo eine Pause einlegte und den Strasenverlauf weiter verfolgt, sieht man plötzlich an eine Wand und hoch oben eine Kurve. So war es dann auch beim fahren, eine Wand. Am Schluss war es dann nur noch einen Kampf. Beate und ich waren beide am Limmit. Wir waren sehr froh als wir in San Bernardino bei der Migrolino Tankstell eine Pause einlegen konnten.
Nun mussten wir uns, weil es schon 17 Uhr war, überlegen, ob wir die letzten 9 Km. zur Passhöhe und dann noch den Pass runter noch fahren und wo wir übernachten. Geplant gewesen war auf den Campingplatz in Splügen. Wir entschieden uns für die weiterfahrt bis nach Nufenen und dort in ein Zimmer.
Die Weiterfahrt hat sich gelont. Mit der sinkender Sonne war es eine unglaublich schöne Stimmung und die Aussicht war enorm schön. Beate wuchs wieder einmal mer aussich heraus. Die Passhöhe erreichten wir trotz starken Wind ziemlich schnell. Auf der Passhöhe machten wir noch unsere obligaten Passphotos und begaben uns danach auf die Abfahrt. Ca. um 20 Uhr waren wir dann in Nufenen und ein Zimmer mussten wir gar nicht suchen, wir fuhren direkt an das Restaurant Rheinwald heran. Nach dem Zimmer beziehen gab es dan die verdiente Dusche.
Pass: San Bernardino 2’065 m ü. M.
Unterkunft: Zimmer
Restaurant Rheinwald ( restaurant-rheinwald )
Fahrzeit: 7:14 Std.
Distanz: 70.79 Km.
Durchschnitt: 9.78
Höhenmeter: Ca. 1’859
Max.Steigung: 12%
ø Steigung: 5%
Montag 24. August 2015
3. Tag
Campingplatz Al Censo
Die Hoffnung zerschlug sich im Regen.
Auch heute war nicht daran zu denken, über den San Bernardino zu fahren. Stattdessen gingen wir nach Bellinzona Proviant einkaufen. Weil ich es interesant finde Spezialitäten vom Ort, Gebiet oder Kanton auszuprobieren, kaufte ich noch einen Wildschweinsalami und einen Käse. Dazu kauften wir noch eine Wurst die wir zum Abendessen gebraten haben.
Als wir dann wieder auf dem Campingplatz waren, machten wir noch gewisse Vorkehrungen für morgen. Denn ab morgen soll das Wetter wieder besser werden.
Sonntag 23. August 2015
2. Tag
Campingplatz Al Censo
Der angekündigte Regen kam bereits in der Nacht. Es regnete auch noch ziemlich fest als wir aufstehen wollten. Wir wussten das für die nächsten zwei Tagen schlechtes Wetter vorhergesagt wurde. Wir hofften aber, dass wir zumindest Sonntags fahren können.
Beate und ich besprachen unser weiteres vorgehen. Weil wir über den San Bernardino wollten und das Wetter den ganzen Tag schlecht bleiben soll, entschieden wir uns auch deshalb, nicht aufzubrechen. So konnten wir wenigstens ausschlafen.
Auf dem Campingplatz hört man rauschen von Wasser. Ich wollte es genauer wissen darum gingen wir auf die Suche. Die Suche dauert nicht lange, ganze ca. 100 m. auf einer kleine Brücke. Dort sahen wir einen atraktieven Waserfall.
Weil für Montag das Wetter noch schlechter sein sollte, stellen wir uns auf einen weiteren Tag auf dem Campingplatz ein. Aber: „die Hoffnung stirbt zuletzt“.
Samstag 22. August. 2015
1. Tag
Bahnhof Disentis – Lukmanierpass 1’920 m ü.M. – Claro
Ausgangspunkt war Disentis.
Bei herrlichem Wetter machten wir uns per Kaltstart auf den Weg zum Lukmanierpass.
Kaltstart darum, weil wir ohne Kilometer direkt in die Steigung gingen.
Ab Beginn war es Landschaftlich sehr schön, nur die Tunnels so ziemlich am Anfang fand ich mühsam. Wir kamen gut voran.
Nach gut der Hälfte des Passes, begann es sich für mich zu rechen das ich während der Zugfahrt nicht genug gegessen hatte. Die Nussmischung die Beate für jeden von uns gemacht hat wäre für die ganze Woche gedacht gewesen. Nun ist meine Ration so gut wie aufgebraucht.
Weil es Beate auch nicht wirklich rund lief, kämpften wir uns irgendwie den Pass hoch. Oben angekommen setzten wir uns ins Restaurant und machten zuerst ein mal eine Pause.
Mit neuen Kräften bagaben wir uns auf die sehr lange Abfahrt bis nach Biasca. Weil wir es Auf dem Pass kühl fanden, zogen wir uns warm an, inklusive Handschuhe. Während der Abfahrt folgten wir einmal dem Fahrrad Zeichen, es war sehr lohnenswert, denn der Abschnitt war auf der alte Passstrasse.
In Biasca angekommen war es dann wieder wunderbar warm so das die Handschuhe wieder verstaud werden konnten. Von Biasca aus fuhren wir noch bis Claro zum anvisierten Zeltplatz Al Censo. Dieser entpupte sich als ein schöner Platz an einem schönem Ort.
Neben uns hat ein deutscher Rennrad touren Fahrer sein Zelt aufgeschlagen. Wir unterhielten uns den Rest vom Abend mit ihm.
Pass: Lukmanier 1’920 m ü. M.
Unterkunft: Zelt
Campingplatz Al Censo ( alcenso.ch )
Schöne Lage, schöne Plätze, wasch Möglichkeiten, Tumbler, sehr gut sanitärisch eingerichtet und Pool.
Fahrzeit: 5:46
Distanz: 78.44
Durchschnitt: 13.59
Höhenmeter: Ca. 987
Max.Steigung: 10%
ø Steigung: 4%
Liebe Beate, lieber Claudio,
bleibt dran eure Touren zu posten!
So erfährt man immer wieder einmal was von euch!
… und dann könnt ihr hoffentlich immer eine ganze Weile von diesen Touren im Alltag zehren!
LG Eka & Manfred
Super, im Höhen und Tiefen zu erfahren seit ihr Klasse. Das kann man ja auch im Alltag gut gebrauchen, leider ohne Velo.
Ihr seit unglaublich!!!!! RESPEKT!