Rhein Route (Reichenau (CH) – Amsterdam (NL) ) 12.06.-02.07.2016

Mit Holland verbinde ich tolle Sommerferien als Kind und Maria.

Meine Idee war immer mit dem Fahrrad nach Holland zu fahren, deshalb war diese Tour irgendwie immer Präsenz. Toll das wir sie dieses Jahr machen konnten.

Karte:
Schwarzwald Oberrhein 24ADFC-Radtourenkarte 1:150’000 11. Auflage 2014
Münsterland Niederrhein 10ADFC-Radtourenkarte 1:150’000 9. Auflage 2013
Rhein / Neckar 20ADFC-Radtourenkarte 1:150’000 14. Auflage 2014
Rheinland / Eifel 15ADFC-Radtourenkarte 1:150’000 12. Auflage 2013
Niederland Süd 532Regional Benelux 1:200’000 Michelin
De Sterkste Fietskaart van der Regio 11  1:50’000 2013
De Sterkste Fietskaart van de Regio 8  1:50’000 2013

Radtourenbuch / Fahrrad-Reiseführer:
Bikeline: Rhein – Radweg Teil 1, 7. überarbeitete Auflage 2010
Bikeline: Rhein – Radweg Teil 2, 10. überarbeitete Auflage 2011
Bikeline: Rhein – Radweg Teil 3, 11. überarbeitete Auflage 2010

Flug:
Von Amsterdam flogen wir mit der KLM direkt nach Zürich Kloten.
Im Flughafen Amsterdam ist es kein Problem das Fahrrad zu verpacken, es gibt genug grosse Kartonkisten.

Unterkünfte:
Die Jugendherbergen sind sehr empfehlenswert, wichtig: ein Youth Hostels Ausweis ist Pflicht. es lohnt sich auch im voraus zu reservieren.

Tour – Zusammenfassung
Etappen: 16
Ruhetag: 3
Aufenthaltstag: 1
Abreisetag: 1
Distanz: 1’381.69 Km.
Tagesstrecke ø: 86.35
Höhenmeter: Ca. 2’335 m
Höhenmeter Bergab: Ca. 2’762 m
Defekt: 0

Samstag 2. Juli 2016
21. Tag / Abreisetag
Wohnung Sibylle – Flughafen Schiphol

Früh morgens standen wir auf um genügend Zeit zu haben die Wohnung aufzuräumen und unsere Sachen packen. Zum letzten mal bepackten wir unsere Fahrräder um zum Flughafen Schiphol zu fahren. Dort angekommen machten wir unsere Fahrräder Flugtauglich, dass heisst: Pedale abmontieren, Lenker auf die Seite drehen und bei meinem musste noch der Sattel runter gestellt werden, zuletzt bevor die Fahrräder in die Kartonbox kommen, müssen noch die Vorderräder abgenommen werden und bei den Reifen Luftablassen. Während für uns dies ganz normal ist, standen oft Leute daneben und schauten zu. Als die Fahrräder gut versorgt waren gingen wir zum Check – In. Als wir in Zürich Kloten sicher gelandet sind, begann das selbe mit den Fahrräder nur umgekehrt. Während dem wir sie wieder fahrtauglich machten, kam interresiert  einen Flugkapitän irgend von einer Fluggeselschaft und wollte Sachen wissen über die Fahrräder und Kartonbox. Danach ging es dann mit dem Zug nach Hause.

Tagesstrecke:15.38 km
Fahrzeit: 1:14 Std.
Durchschnitt: 12.33 km

Freitag 1. Juli 2016
20. Tag / Amsterdam

Lange schliefen wir. Bis wir uns in die Stadt aufmachten war es bereits Nachmittag. Wir gingen Ziel los nach Amsterdam, darum waren wir eine wenig verloren und orientierungslos. Per Zufall sahen wir das die World Press Photo 16 Ausstellung zurzeit hier ist, wir gingen hin. Sie war sehr interessant und hat sehr tolle Photos. Danach gingen wir noch Poferijes essen, die sind echt gut. Für den morgigen Rückflug mussten wir noch Sachen einkaufen. Nach einer Portion Pomesfrit machten wir uns auf den Heimweg. Wie es nicht anders sein kann regnet es wieder einmal.

Donnerstag 30. Juni 2016
19. Tag / 16. Etappe
Haarlem – Schiphol – Amsterdam

Heute stand zum letzten Mal eine Etappe vor uns. Zuerst gab es jedoch ein sehr gediegenes Frühstück mit einem britischem Ehepaar das ebenfalls Gast war. Gediegen, weil das Zimmer sehr nobel eingerichtet war und im Hintergrund klassische Musik lief. Dazu kommt passend, eben das britische Ehepaar. Unser erster Anfahrtspunkt war der Flughafen Schiphol. Wir wollten Informationen für Samstag holen, und einfach mal schauen wohin wir dann müssen. Der Weg zum Flughafen war nichts spezielles mehr. Was uns von Anfang an auffiel war, wie vorkommend die Autofahrer gegenüber uns Fahrradfahrer sind. Kaum standen wir am Strassenrand liess uns schon ein Autofahrer die Vorfahrt. Maria hat uns erzählt, dass sei weil bei einem Unfall, Auto – Fahrrad immer der Autofahrer die Schuld trägt, egal wie der Unfall geschehen ist. Nach dem wir, besser gesagt Beate, die Informationen hatte ging es in Richtung Amsterdam. Auf dem Weg in die Stadt führte uns der Weg relativ nahe an der Startpiste der Flugzeuge vorbei, es war sehr eindrücklich zuzusehen wie die grossen Flugzeuge starten. Verregnet kamen wir dann bei Sibylle, einer Freundin von Beate an und genossen die wame Dusche. Danach gingen wir im nahe gelegenen Einkaufscenter noch einkaufen. Leider ist Sibylle nicht zu Hause, so dass wir wohl wieder einmal nach Amsterdam kommen müssen.

Unterkunft: Zimmer
Bei Sibylle

Abfahrt: 10:15 Uhr
Ankunft: 16:00 Uhr
Tagesstrecke: 40.47 km
Fahrzeit: 2:55 Std.
Durchschnitt: 13.85 km
Höhenmeter Bergauf: 34 m
Höhenmeter Bergab: 34 m
Max. Steigung: 3%
Ø Steigung: 1%

Mittwoch 29. Juni 2016
18. Tag / 15. Etappe
Hoek von Holland – Den Haag – Haarlem

Nach einem sehr vielfältigem und leckerem Frühstück machten wir uns auf den Weg nach Haarlem. Über Nacht hat es geregnet, darum war es stark bewölkt als wir losfuhren. Wir folgten dem Nordsee Radweg. Beates Wunsch von Anfang an war, die Füsse in der Nordsee zu halten. Also ging es bei nächster Gelegenheit an den Strand. Der Strand war Menschenleer. Der Fahrradweg durch die Düne war einmalig. Bei Den Haag mussten wir kurz durch einen Teil der Stadt was aber relativ gut ging weil es auch gut beschildert war. Kurz bevor wir wieder in die Dünen abbogen tranken wir einen Kaffee. Dabei kam Beate mit einem Engländer ins Gespräch der mit einem Liegerad die Rhein Tour machen will, nur von der Mündung zu Quelle. Nach dem wir ihm Auskunft über die Wassersituation machten ging es weiter. Bis kurz vor Haarlem ging der Fahrradweg durch die Dünen. Es war unglaublich obwohl es ständig ein auf und ab war, auch das Wetter war super, Sonnenschein und Rückenwind. In Haarlem fanden Beate ein B&B in einem Grachtenhaus. Es war sehr schön eingerichtet und unser Zimmer ist ziemlich gross. In der Stadt gingen wir dann zufällig in das Ristorante Novecento. Nach dem Essen bestellte ich für mich Kaffee verkehrt. Die Serviceangestellte fand dies lustig und fragte uns darauf hin ob wir hier in den Ferien seien. Beate erzählte ihr dann auf Englisch von unserer Fahrradtour. Sie, die Serviceangestellte, fand das super. Während dem wir unseren Kaffee/ Espersso genossen kam die Serviceangestellte nochmals zu uns und offerierte von ihr persönlich ein Limocello. Für Beate und mich war dies eine unerwartete grosse und sehr freudige Überraschung. Wir verabschiedeten uns von ihr und gingen in eine nahe gelegene Eisdiele noch ein Eis essen. Auf dem Weg schlenderten wir durch die Gassen und schauten uns in einem Schaufenster von einem Fahrradhändler holländische Fahrräder an. Wir bestaunten die Körbe die es bei den Fraunenfahrrädern vor dem Lenkrad hat. Obwohl es mittlerweile regnete und kühl war, war bei der Eisdiele vollbetrieb.

Unterkunft: Zimmer
Hanna an Egbert Bot   ( Hanna en Egbert Bot )

Abfahrt: 9:15 Uh
Ankunft: 16:30 Uhr
Tagesstrecke: 73.22 km
Fahrzeit: 4:35 Std.
Durchschnitt: 15.92 km
Höhenmeter Bergauf: 313 m
Höhenmeter Bergab: 314 m
Max. Steigung: 9%
Ø Steigung: 2%

Dienstag 28. Juni 2016
17. Tag / 14. Etappe
Gorinchem – Rotterdam – Hoek von Holland

Mit dem Schiff fuhren wir von Gorinchem nach Werkendam danach führte uns der Weg mehr oder weniger auf dem Deich bis zur Fähre „de Biesboch“, welche uns nach Kop van Het Land übersetzte. Weil beim Deich auf der anderen Flussseite gebaut wurde gab es eine Umfahrung, die war jedoch sehr gut ausgeschildert, so das wir ohne Schwirigkeite auf unseren Weg zurück fanden. Die Wege waren sehr schön, weniger schön wurde es in Dordrecht, wir kämpften uns durch die Stadt zur Fähre. An der Station sah Beate, dass es Waterbus bis nach Rotterdam gibt. Als wir am anderen Ufer des Waals waren, schauten wir wo es die nächste Haltestation nach Rotterdam mit dem Waterbus gibt. Beate fand es sinnvoller mit einem Waterbus nach Rotterdam zu fahren, als uns mühsam durch die Vororte zu kämpfen. Der Waterbus wird rege genutzt, denn an allen Stationen stiegen Leute ein und aus. Auf ein mal machte ein Mann einem Mädchen Zeichen sie müsse etwas fotografieren kommen. Weil ich die Fahrräder halte, ging Beate schauen, und was sie, und kurze Zeit später auch ich zu sehen bekamen, war sehr bemerkenswert. Es war die Arche Noah in original Grösse. Sie war enorm gross. In Rotterdam angekommen suchten wir unseren Weg, dass heisst die Nummer für unseren Weg. Das ist jedoch in der Statd nicht ganz einfach, aber Grundsätzlich ist es eine tolle Sache. Als wir auf dem richtigen Weg waren gab es dann zuerst einen Kaffee verkehrt und eine holländische Spezialität, Apfelkuchen direkt neben der Waal. Was zusätzlich auffällt sind die Grösse der Schiffe. Als wir dann die Stadt hinter uns hatten und der Weg der Waal entlang fuhren, war es richtig schön. Vom Hochwasser war hier nichts zu merken. Plötzlich konnten wir am Horizont das Meer, die Nordsee erahnen. Um so näher wir der Nordsee kamen desto bewusster wurde es mir dass wir es geschafft haben. Aber es kam auch Wehmut auf, denn 14 Etappen war der Rhein/ Waal ein treuer Begleiter und nun soll es plötzlich Schluss sein!!! Als wir dann auf dem Steg die letzten paar Meter Richtung Mündung fuhren, machten wir beide uns unsere Gedanken zur Tour. Ich fuhr eher langsamer und genoss die letzten Meter, Beate fuhr schneller Und war als erster am Ziel. Nun standen wir an der Mündung, nach 1248 km, Weiter ging es nicht mehr, der Waal / Rhein mischte sich mit der Nordsee. Im ersten Moment spürte ich eine Leere zugleich auch eine Genugtuung. Danach genossen wir den Moment und sahen den Hochseeschiffen zu wie sie in die Nordsee stachen. Irgendwann machten wir uns auf den Weg auf die Suche nach einer Unterkunft. Die Sonne hat mittlerweile den Regenwolke Platz gemacht. Bei der erste Unterkunft nahe der Küste hatten wir kein Glück. Wir zogen unsere Regenjacken an und fuhren dann zu einer andere Unterkunft die nicht all zu weit weg war. Nach dem Abendessen gingen wir in einer Eckkneipe noch einen Kaffee trinken. Die Serviceangestellte hatte ihren Spass daran als ich den Kaffee auf Holländisch bestellte. Zurück im Zimmer genossen wir dann noch ein Radler.

Unterkunft: Zimmer
Hotel Noordzee  ( Hotel Noordzee )

Abfahrt: 9:15 Uhr
Ankunft: 19:00 Uhr
Tagesstrecke: 73.43 km
Fahrzeit: 4:51 Std.
Durchschnitt: 15.12 km
Höhenmeter Bergauf: 81 m
Höhenmeter Bergab: 83 m
Max. Steigung: 6%
Ø Steigung: 2%

Montag 27. Juni 2016
16. Tag / 13. Etappe
Wijchen – Batenburg – Rossum – Brakel – Woudrichem – Sleeuwijk – Gorinchem

Nun heisst es Abschied nehmen von Maria, Jan und Frank. Es war ein sehr, sehr schönes und erholsames Wochenende. Maria und Jan haben sich unglaublich Mühe gegeben uns das best mögliche Wochenende zu bieten. Auf diesem Weg, nochmals herzlichen Dank. Maria machte von uns vor der Abfahrt noch ein Foto. Sie fand die Landesfähnchen die wir hinten auf unseren Taschen haben sehr lustig. Frank stand dann noch unbewusst mit einem rot weissem T-Shirt unter der Türschwelle. Der Weg war sehr schön, er war mehr oder weniger alles auf dem Deich. So konnten wir schon lange nicht mehr am Rhein, in Holland der Wall, entlang fahren. Kurz nach einer Kaffeepause in Rosum begann es wieder einmal einmal stark zu regnen an. Wir kamen dann noch einige Male in einen solchen Regen. Den Vorteil beim Regen war, dass es angenehm wurde zu fahren, es war nicht mehr so schwül. Leider mussten wir einen längeren Umweg fahren weil wir auf eine kleine Fähre wollten die bis Juli jeweils am Montag nicht fährt und erst im Juli jeden Tag fährt. Das ist ärgerlich kann aber passieren. Als wir in Woudrichem ankamen wollten wir eigentlich in ein B&B, leider war es schon voll, wir gingen dann auf den nächsten Campingplatz weil uns gesagt wurde das man auch Wohnwagen mieten könnte. Als wir dann in einem Wlonwagen waren, wurde es uns wie länger wie unangenehmer weil es sehr streng roch und eher schmutzig als sauber war. Kurze Zeit später sassen wir wieder auf unseren Fahräder. In Sleeuwijk nahmen wir dann die Fähre nach Grorinchem, es war die letzte des Tages. Die Fähre war eher ein Turboboot, sie raste richtig gehend über den Waal. Diese Fahrt war echt lustig. Wir suchten dann ein B&B und wurden auch fündig. In einem kleinem schmucken Restaurant, Peer (Birne) hiess es, gab es Kängeru für Beate und Spearips für mich. Das Abendessen war sehr lecker. Auf dem Rückweg in das B&B schlendert wir dem Kanal entlang und sahen uns die Boote an, vor unser Unterkunft sahen wir noch einen sehr schönes Abendrot.

Unterkunft: Zimmer
B&B de Goesting  ( B&B de Goesting )

Abfahrt: 9:15 Uhr
Ankunft: 19:00 Uhr
Tagesstrecke: 91.33 km
Fahrzeit: 5:49 Std.
Durchschnitt: 15.66 km
Höhenmeter Bergauf: 82 m
Höhenmeter Bergab: 90 m
Max. Steigung: 8%
Ø Steigung: 1%

Sonntag 26. Juni 2016
15. Tag / Ruhetag
Wijchen – Utrecht

Wiederum gab es ein holländisches Frühstück mit Kaas, Krentebollen, Suikerbrood, Krentebrood met spicy und natürlich Hagel. Das war sehr lecker. Leider war das Wetter nicht gut um in die Heide zu gehen, darum gingen wir in die zweit älteste Stadt Hollands Utrecht. Kaum waren wir dort kam auch der Regen. Wir begaben uns darum in einen Bücherladen wo wir sehr gute Fietskaart von der Region fanden. Nach dem Bücherladen gingen wir in einen tollen Spielladen. Danach gab es eine Kaffeepause. Nach der Pause gingen wir geführt auf den Dom. Dies war sehr interessant und spektakulär den wie höher wir kamen um so enger wurde die Wendeltreppe. Oben hatten wir eine super Aussicht über Utrecht. Als wir wieder zurück in Wijchen waren, bereitete Maria das Abendessen vor, es gab frischen Fisch und Kartoffeln, es war sehr, sehr fein zusätzlich auch lustig weil der Sohn dabei war. Langsam kommt Wehmut auf weil der Abschied immer näher rückt. Deutschland und Belgien sind nun im 1/4 Finale zu Freude von Beate und Jan.

Samstag 25. Juni 2016
14. Tag / Ruhetag
Wijchen

Als wir ausgeschlafen hatten gab es ein holländisches Frühstück mit Chocoladehagel. Beate nutzte die Möglichkeit zum Waschen und ich aktualisierte endlich den Blog. Wir genossen einen gemütlichen Morgen mit Jan. Am Nachmittag gingen wir mit Maria einkaufen. Beate wollte unbedingt das Regal vom Hagel sehen. Beim Fischhändler wurde natürlich Heringe mit Zwiebel gekauft, mein Ding ist dies jedoch nicht, dafür natürlich Beate, Maria und Jan. Frischen Fisch kaufte Maria ebenfalls. Als wir zurück waren schauten wir noch den Rest vom EM 1/8 Finale Schweiz – Polen. Naja diese Niederlage war nicht zwingend. Nach dem sehr feinen Abendessen gab es ebenfalls einen sehr gemütlichen Abend. Wir besprachen noch das Programm für morgen und Maria zeigte uns am Computer die Möglichkeiten wie man am besten nach Rotterdam kommt und gab dann auch Empfehlungen betreffend dem Weg.

Freitag 24. Juni 2016
13. Tag / 12. Etappe
Orsoy – Rheinberg – Xanten – Kalkar – Kleve – Groesbeek (NL) – Wijchen (NL)

Als wir erwachten gewitterte es immernoch oder schon wieder. Der Himmel sah noch sehr grau aus und eine Alarmsirene ertönte. Zeit aufzustehen…
Das Frühstück welches uns Claudia Croonenbrock zubereitet hatte war unglaublich. Das Wetter hat sich mittlerweile beruhigt und die Sonne zeigte sich sogar. Heute mussten wir ein wenig improvisieren zum einen, weil Beates sitzende Körperhäflte gewisse Tourabnutzung hat und zum anderen weil wir so direkt wie möglich nach Wijchen, zu einer langjähriger Freundin meinen Eltern, Maria fahren wollen. Das Problem lösten wir, indem wir den Zug von Rheinberg nach Xanten nahmen. So sparten wir einige Kilometer. Zu Beginn war ich nicht wirklich begeistert den Zug zu nehmen, es kratze auch einwenig an meinem Ego, aber am Schluss musste ich mir eingestehen, dass wir es kaum geschafft hätten, wenn wir alles per Fahrrad gefahren wären. Als wir in Richtung Rheinberg fuhren erreichten wir unser 1’000 Kilometer. In Rheinberg am Bahnhof, als wir auf den Zug gewartet hatten, kam eine ältere Frau auf mich zu und fragte mich, da sie mein schweizer Fähnchen an meinem Rad sah, ob wir wirklich mit dem Fahrrad von der Schweiz bis hierher gefahren sind?! Dieses sogar noch ohne E Bikes. Sie zollte uns grossen Respekt. In Xanten angekommen wollten wir wissen ob es geht bis Kalkar auf der Rheinroute zu fahren. Durch die heftige Regenschauer durch die Nacht war dies wieder einmal mehr nicht sichergestellt. Es ging da die Routeführung auf dem Dam war. Im schmucken Städtchen Kalkar machten wir eine Kaffeepause. Ab hier verliessen wir die Rheinroute und suchten den direktesten weg Wijchen. Es gelang uns nicht schlecht und plötzlch waren wir da, wir waren in Holland. Holland, unglaublich, ich habe viele Ferienerlebnisse als Kind in diesem Land. Da wir einige Male mit der Familie zu Maria in den Ferien waren. Ab Groesbeek fuhren wir auf einem Fizenpad (Fahrradweg) der mit Nummer ausgeschildert ist. An Kreuzungen gab es sogenannte Knotenpunkte, wo man wieder schauen konnte wohin man fahren will. Wir fanden es auf diesem Weg sehr lustig. Somit konnten wir sehr gut Nijmegen umgehen. In Wijchen, bei schönstem Wetter trafen wir bei Maria und Jan ein. Sie staunten nicht schlecht als wir da waren. Die Freude war sehr gross als wir uns nach sehr langer Zeit wieder sahen. Ich freute mich sehr wieder einmal in Holland zu sein. Bei Ihnen im Garten war es dann sehr gemühtlich. Nach dem duschen und einer sehr leckeren Lasagne wurden wir zu einer freilicht Theateraufführung eingeladen. Obwohl wir nicht wirklich was verstanden wussten wir dennoch um was es ging. Die Aufführung war sehr toll. Als Ausklang vom Tag gab es noch Schokolade und Vanille Vla.

Unterkunft: Zimmer
Bei Maria & Jan

Abfahrt: 9:00 Uhr
Ankunft: 18:00 Uhr
Tagesstrecke: 91.06 km
Fahrzeit: 5:40 Std.
Durchschnitt: 16.04 km
Höhenmeter Bergauf: 172 m
Höhenmeter Bergab: 208 m
Max. Steigung: 6%
Ø Steigung: 2%

Donnerstag 23. Juni 2016
12. Tag / 11. Etappe
Köln – Büderich – Rheinhausen – Orsoy

Gestärkt durch das Frühstück waren wir guten Mutes für den heutigen Tag. Beate und ich entschieden uns auf der linken Rheinseite zu fahren. Es zeigt sich sehr schnell das es viel anders wird als gestern. Als wir an der Industrie von Köln vorbei waren, wurde es landschaftlich wieder sehr schön. Mehrheitlich verliefen die Wege am Rhein auf den Deichen, darum waren diese ohne weiteres befahrbar. In den Städte mussten wir jedoch den Weg manchmal suchen, dies war nicht immer ganz einfach. Jedes Mal als wir standen und den Fahrtwind nicht mehr hatten, merkten wir wie heiss es wirklich war. Mein Thermometer im Fahrradcomputer zeigte zum Teil 45 C an. Nach einem langen heissen Tag trafen wir bei unserer heutigen Unterkunft, Gästehaus „Die Schlafkammer“ in Orsoy ein. Dieses private Gästehaus war der Hammer, einfach gemühtlich. Man merkte, es wird mit sehr viel Leidenschaft und Liebe zum Detail betrieben. Nach dem Abendessen in einem Steak House gingen wir in eine Eisdiele und genossen noch ein Glacé. Als wir zurück im Zimmer wahren, begann es enorm zu regnen und es blitzte ununterbrochen. Es war sehr eindrücklich dem Schauspiel zu zusehen, dennoch musste ich an den morgigen Tag denken und mir wurde ein wenig unwohl.

Unterkunft: Zimmer
Schlafkammer (Bett & Bike)  ( Schlafkammer )

Abfahrt: 8:45 Uhr
Ankunft: 18:00 Uhr
Tagesstrecke: 108.95 km
Fahrzeit: 6:43 Std.
Durchschnitt: 16.20 km
Höhenmeter Bergauf: 108 m
Höhenmeter Bergab: 121 m
Max. Steigung: 5%
Ø Steigung: 2%

Mittwoch 22. Juni 2016
11. Tag / 10. Etappe
Koblenz – Bonn – Köln

Der heutige Tag ist schnell erzählt. Die ersten 50 Kilometer waren nicht erwähnenswert. Es war ein suchen nach dem besten Weg. Den am Rhein zu fahren war nicht möglich. Wenn wir dies gewusst hätten, dann wäre es schöner gewesen mit dem Schiff bis Köln zu fahren. Die Kaffeepause in einem schmucken Café war eine willkommene Abwechslung. Danach wurde es ein bisschen besser. Während dem fahren überholte uns ein Paar die wir gestern schon einige Male gesehen hatten. Nach einem kurzen schwaz, zogen sie mit ihren E Bikes dann davon. Was ich sehr toll fand, war die Hilfsbereitschaft der Menschen die uns den Weg zeigten, als wir am Strasenrand standen und in die Karte starrten. In Köln war es schon eindrücklich den Dom zu sehen. Leider fehlte uns die Zeit bei ihm vorbei zu fahren. Die Jugendherberge Riehl in Köln war enorm gross, die Zimmeraustattung und der Service war nicht minder als im Hotel. Nur Abendessen gab es, nach einer solch lange Fahrt zu wenig.

Unterkunft: Zimmer
Jugendherberge Riehl (Bett + Bike)

Abfahrt: 8:45 Uhr
Ankunft: 18:00 Uhr
Tagesstrecke: 116.08 km
Fahrzeit: 7:22 Std.
Durchschnitt: 15.73 km
Höhenmeter Bergauf: 199 m
Höhenmeter Bergab: 299 m
Max. Steigung: 8%
Ø Steigung: 2%

Dienstag 21. Juni 2016
10. Tag / 9. Etappe
Mainz – Koblenz

Nun geht es wieder weiter, um 8:30 Uhr sind wir abfahrtbereit. Wir verlassen eine sehr angenehmes Apartment und ein sehr freundliches Ehepaar Persdorf.
Beate schlug von Anfang an ein sehr hohes Tempo an. Langsam wird sie mir unheimlich. Die Strecke und Wege waren sehr, sehr schön. Das Obere Mittelrheintal war eine der schönste Etappen die wir bis jetzt gefahren sind, es beinhaltete auch die Loreley. An gewissen Stellen hatten wir es mit Wasserpfützen oder mit kleineren Überschwemmungen zu tun. Eine Wasserpfützen war in der Mitte so tief, dass man nicht mehr treten konnte ohne nasse Füsse zu bekommen, das merkte ich natürlich erst als es schon zu spät war. In Boppard war die Promenade unter Wasser, dass Wasser kam bis zu den geparkten Autos. An einer Stelle mussten wir wieder umkehren. Das ist aber alles nichts im Gegensatz zu den Überschwemmungen 1993, wir sahen einen Pegelstand von dazumal. Der Campingplatz den wir unter Wasser sahen war dazumal nicht mehr zu sehen gewesen. Eine kurze Zeit führen wir mit einer Tourenfahrerin die ab Koblenz die Mosel entlang fahren will. In Koblenz angekommen suchten wir den Weg zur Jugenherberge Festung
Ehrenbreitstein, dies war nicht einfach weil entweder wir die Wegweiser nicht sahen oder es schlicht keine gab. Wir nahmen dann einfach den erst besten Weg zur Festung hinauf. Dies war dann noch eine happige Steigung. Oben angekommen würden wir von einer unglaubliche Aussicht belohnt. Das Abendessen war wieder einmal mehr sehr gut. Mit dem Einzug der Deutschen Nationalelf ins Achtelfinale der EM beendeten wir den Abend. Das Fussballspiel Nord Irland : Deutschland sahen wir mit einer Grundschulklasse. Das war sehr amüsant! Zum Glück müssen die Deutschen nun nicht gegen die Schweiz antreten.
Kommentar Claudio: Dies war der erste Tag ohne Regen auf dem Fahrrad.

Unterkunft: Zimmer
Jugendherberge Festung Ehrenbreitstein

Abfahrt: 8:30 Uhr
Ankunft: 17:30 Uhr
Tagesstrecke: 109.94 km
Fahrzeit: 6:50 Std.
Durchschnitt: 16.07 km
Höhenmeter Bergauf: 243 m
Höhenmeter Bergab: 196 m
Max. Steigung: 13%
Ø Steigung: 6%

Montag 20. Juni 2016
9. Tag / Ruhetag
Mainz

Als wir dann mal aufstanden hat Beate das Angebot zu waschen angenommen. Als die Wäsche aufgehängt war gingen wir ins Kaffee „Dicke LilIi, gutes Kind“ Frühstück! Es war ein sehr schönes Kaffee und sehr empfehlenswert. Beate und ich genossen das Frühstück sehr. Danach begaben wir uns in die Stadt. Beate brauchte noch zwei Sachen, als wir die besorgt hatten gingen wir an den Rhein, ich genoss noch ein
Glacé. Auf dem Rückweg gingen wir noch für das heutigen Abendessen, das morgige Frühstück und den Lunch einkaufen. In der Pension zurück begannen wir zu packen. Danach bereitete Beate das Abendessen vor und ich schlief auf dem Biedermeier Couch ein.

Sonntag 19. Juni 2016
8. Tag / 8. Etappe:
Worms – Mainz

Bevor wir auf den Weg nach Worms aufbrachen, gingen wir noch auf den jüdischen Friedhof und zum grössten Denkmal der Reformation. Danach ging es auf nach Mainz. Weil es Wochenende ist hat es einige Fahrradgruppen die wir überholten oder die uns entgegen kamen. Später mussten wir eine längere Umleitung folgen weil auf dem Fahrradweg gebaut wurde. Dafür kamen wir an eine tolle Pizzaria vorbei wo wir unsere Kaffeepause einlegten. Wie näher wir an Mainz kammen um so enger wurde das Tal. Das Tal besteht aus Rebbergen, Fahrradweg, Strasse und Rhein. Unmittelbar vor Mainz legten wir nochmals eine Kaffeepause bei einem Kaffe direkt am Rhein ein. Was uns dort wieder aufgefallen ist war, dass es auf dem Rhein ab Laufenburg sehr viele Schwäne hat. In Mainz leiteten uns unsere GPS zu unsere Pension. Das Zimmer hatten wir schon am Donnerstag reserviert und was wir antrafen war unglaublich. Die Pension betreibt das Ehepaar Persdorf die in ihrem riesen Haus im obersten Stock Zimmer vermieten, in unserem Zimmer hat es eine super eingerichteten Küche. Ich staunte nur noch, zuerst vor dem Haus, danach im Haus. Herr und Frau Persdorf waren sehr freundlich als wir kamen, obwohl ihre erwachsene Kinder mit Familie am aufbrechen waren. Sie liessen sich nicht aus der Ruhe bringen. Nach einer ausgiebigen Dusche und endlich das Aktualisieren des Blog’s, gingen wir in die Stadt Abendessen. Es war wieder einmal italienisch. Neben uns sass ein älteres Paar die ebebfalls Schweizer waren und plötzlich kamen wir ins Gespräch. Sie waren ebenfalls mit dem Fahrrad unterwegs und fuhren von Rotterdam bis Mainz. Gegenseitig erzählten wir von unseren Touren. Solche Begegnungen gefallen mir. Nach dem Essen, dass sehr fein war, gingen wir in einer nahe gelegene Eisdiele Glacé essen. Danach gingen wir zurück. Da wir morgen einen Ruhetag einlegen, konnten wir es gemütlich nehmen. Wir freuen uns auf das Ausschlafen. Das Spiel der Schweizer schauten wir uns in unserem kleinen Wohnzimmer auf der Biedermeier Couch an…. Wenn unsere Velotschen aus dem gleichen Material wie die der Schweizer Nati wären, hätten wir keinen Regenschauer auf unsere Tour überstanden!

Unterkunft: Zimmer
Gästezimmer & Apartment Persdorf  (Fahrradfahrer sind willkommen)
Drususwall 46, Mainz

Tagesstrecke: 64.02 km
Fahrzeit: 4:09 Std.
Durchschnitt: 15.38 km
Höhenmeter Bergauf: 119 m
Höhenmeter Bergab: 103 m
Max. Steigung: 6%
Ø Steigung: 2%

Samstag 18. Juni 2016
7.Tag / 7. Etappe
Leimersheim – Mannheim – Worms

Ich ging Brötchen für den Proviant und für das Frühstück einkaufen und Beate packte ihre Sachen. Nach dem Frühstück ging unsere Fahrt weiter. Zum Glück gab es immer zwei Varianten des Radweges, einer beim Rhein und einer hinter dem Damm. Der Weg beim Rhein ist nicht mehr befahrbar weil überschwemmt. An machen Stellen des Radweges stand einen Hinweis „Vorsicht Hochwasser“ es blieb zum Glück nur ein Hinweis. Wenn jedoch der Weg dann doch auf Rhein Niveau ging, wurde es sehr knapp obwohl der Rhein ein gutes Stück weg war. Wir sahen Waldteile, Felder und Wiesen die kaum unterwasser stehen sollten. Wir kamen wieder ein Mal mehr sehr gut voran. In Speyer beim Kaiserdom machten wir eine Kaffeepause und assen sehr leckeren Kuchen. Bei Mannheim als wir auf die Fähre warteten, stieg ein Autofährer aus und fragte ob er uns helfen könnte er gehe selber oft Fahrradfahren und käme aus der Gegend. Der Weg führte uns an der Industrie vorbei, durch Mannheim war der Weg sehr gut ausgeschildert. In Mannheim kurz vor der Stadt gab es dann noch eine heftige Regenschauer, aber an solche Regenschauer sind wir ja langsam gewöhnt, dass bring uns nicht mehr aus der Ruhe. Wir wollten eigentlich nochmals über eine Fähre, die fuhr wegen Hochwasser leider nicht. Wir fuhren dann nach Lampertheim. Dort war die Untekunft in die wir gehen wollten ausgebucht. Beate rief dan nach Worms an der dortige Jugendherberge an. Die hatten noch Platz. Als wir Richtung Worms fuhren sahen wir am Horizont ein Gewitter aufziehen, also fuhren wir noch ein wenig schneller, den wir hatten keine Lust so kurz vor dem Ziel (8 km) nochmals nass zu werden. Kurz vor Worms zogen wir dann doch unsere Regen Sachen an. Als wir dann über der imposante Brücke von Worms waren kam dann kurz eine heftige Regenschauer. Wir fanden zum Glück bei einem Dach Schutz. Wir treffen um 19 Uhr in der Jugenherberge ein, wir wurden sehr herzlich empfangen von dem der am Empfang arbeitete. Er organisierte, dass wir noch Abendessen bekamen und erklärte uns alles in einer Seelenruhe. Das Abendessen war sehr gut. Danach war ich wieder einmal mehr so müde dass ich nur noch im Bett lag. Eigentlich sehr schade, denn die Stadt Worms hätte einige sehr interessante Innenstadt.

Unterkunft: Zimmer
Jugenherberge (Bett + Bike)

Tagesstrecke: 101.84 km
Fahrzeit: 6:12 Std.
Durchschnitt: 16.38 km
Höhenmeter Bergauf: 138 m
Höhenmeter Bergab: 121 m
Max. Steigung: 14%
Ø Steigung: 2%

Freitag 17. Juni 2016
6. Tag / 6. Etappe
Kehl (D) – Leimersheim (D)

Für heute gab es eigentlich nur zwei Wörter: Land unter!
Der Reihe nach: Alls wir los fuhren regnete es leicht aber nach kurzer Zeit konnten wir unsere Regensachen wieder ausziehen. Wir kamen flott voran. Während der Kaffeepause beim “ Rhein Stübli“ organisierte Beate noch die Unterkunft für heute bei der Villa Petterson und die jenige für Sonntag in Mainz auf Vorschlag von Anne – Sophia. Nach einige Zeit auf dem Rad als wir unter einer lange Baumrheie durchfuhren und wir dadurch geschützt vor dem Regen waren, dachte ich mir: „… dass wir evt. Glück mit dem Regen haben könnten“. Während dem wir ein kleines technisches Problem, wegen dem Dreck zwischen Schutzblech und Rad an Beates Fahrrad behoben, fing es an zu regnen. Es regnete nicht lange aber am Schluss ziemlich heftig. Der Weg war trotz regen wiederum sehr schön. Wir sahen auch die ersten Auswirkungen von den letzten Regengüssen. Es gab dann nochmals ein solchen Regenguss während dem wir für eine kurze Zeit den Weg suchten. Dann folgt der dritte Regenguss und bei dem öffnete Petrus seine Schleussen voll. Jedes Mal als ich dachte, jetzt geht es nicht mehr mehr schlimmer, wurde der Regen noch stärker. Ein besseren Materialtest gibt es nicht. Es gross aus allen Rohren. Dann wurde es uns auch zu viel und beim nächsten Unterstand standen wir darunter und warteten für eine kurze Zeit. Den ganze Regen nahm ich eigentlich sehr gelassen, weil ich wusste, dass die Taschen dicht halten. Beim Hafen von Karlsruhe mussten wir über das Hafenspertor, dass war noch lnteressant. Als wir auch dies geschaft hatten ging es Richtung Leimersheim. Plötzlich standen wir vor einer Absberrung, wegen Überschwemmung. Ein kurzes Stück folgten wir der Umleitung dann bei einem Feldweg meinte Beate, das wir es versuchen sollten den zu nehmen um dann wieder auf den Radweg zu kommen. Ein Fussgänger bestätigt, dass dies ohne Problem zu machen sei. Er erklärte uns auch warum der Weg gesperrt war. Und zwar ging der Weg durch ein Überschwemmungsgebiet vom Rhein. Kurze Zeit später waren wir bei der Villa Petterson. Ein Ehepaar hat im Garten ein Campingwagen mit vier Betten und allem was dazu gehört hingestellt. Der Wagen ist der Hammer. Nach dem wir unsere Sachen verstaut hatten, genoss ich die warme Dusche. Bei einem Italienischen Restaurant assen wir Pizza und Spaghetti.

Unterkunft: Zimmer
Villa Pettersson   ( Villa Pettersson )

Tagesstrecke: 104.33 km
Fahrzeit: 6:08 Std.
Durchschnitt: 17 km
Höhenmeter Bergauf: 86 m
Höhenmeter Bergab: 117 m
Max. Steigung: 11%
Ø Steigung: 2%

Donnerstag 16. Juni 2016
5. Tag / 5. Etappe
Breisach – Strassbourg – Kehl (D)

Beim Frühstück beschloss Beate und ich, dass wir heute auf der französischer Seite fahren. Der Weg führt zwar nicht direkt neben dem Rhein entlang, dafür ist es auf festen Weg und as scheint uns bei der momentaner Witterung die sinnvollere Variante. Zu Beginn hat es stark geregnet, der nahm jedoch stetig ab und am frühen Nachmittag war es nur noch stark bewölkt und manchmal drang so etwas ähnliches wie Sonne durch. Da wir keinen Lunch dabei hatten, gingen wir in einen schnell Inbiss, das uns ein Jungen per Motorrad gezeigt hat, Flam Kuchen essen. Die französische Seite führt uns dem Canal du Rhone au Rhin entlang und an vielen kleinen Schleussen vorbei. Wir waren sehr schnell unterwegs, darum schon ziemlich früh in Strassbourg. Wir tranken dort noch einen Kaffee und machten uns dann auf quer durch die Stadt in Richtung Kehl das in Deutshland liegt zu fahren. Weil die Jugendherrberge in Kehl voll war, rufte Beate dem Hotel Schwert an, dass wiederum als Bett + Bike bezeichnet wird. Wir gingen umgehend nach dem Bezug des Zimmer, dass super ist, noch Lunch für die morgige Etappe einkaufen. In einer Kneipe in der Nähe des Hotels gingen wir Königsberger Klobse essen und schauten uns die erste Hälfte des EM Spieles Deutschland – Polen. Die zweite Hälfte schauten wir im Hotelziimmer.

Unterkunft: Zimmer
Hotel Schwert (Bett + Bike)  ( Hotel Schwert )

Tagesstrecke: 87.63 km
Fahrzeit: 5:12 Std.
Durchschnitt: 16.82 km
Höhenmeter Bergauf: 75 m
Höhenmeter Bergab: 107 m
Max. Steigung: 5%
Ø Steigung: 1%

Mittwoch 15. Juni 2016
4. Tag / 4. Etappe
Allschwil – Weil am Rhein – Breisach

Wir standen wie jeden Morgen um 6.30 Uhr auf und frühstückten mit der Familie von meinem Bruder, die noch früher aufstand als wir. Als wir nach dem Wetter schauten, naja, gelohnt hatte es sich nicht, es regnete in strömen. Während des Frühstück entschlossen wir uns dann definitiv dass Zelt in Basel zu lassen. Weil die Wetterprognose nicht besser wird, schauten wir es für unnötig an das Zelt dabei zu haben, aber dann doch nie zu gebrauchen. Mir viel diesen Entscheit sehr schwer. Vor der Abfahrt wollte mein Bruder unbedingt noch ein Foto von uns machen, es regnete immer noch im strömen. Wir verliessen bei dem Grenzübergang Weil am Rhein dann endgültig die Schweiz. Auf der deutsche Seite ging es Richtung Breisach. Wenn es gestern eine schmutzig Angelegenheit war, dann war es heute eine Schlammschlacht. Unsere Fahrräder standen bald einmal voll Dreck, obwohl wir so gut es ging versuchten den Pfützen auszuweichen. Erfreulich war, dass am Nachmittag plötzlich die Sonne schien und es ein sehr schönen Tag wurde. Der Weg am Rhein entlang ist nicht anspruchsvoll aber mir gefällt es an einem Fluss entlang zu fahren, irgendwie ist es auch entspannend. Als wir die Jugendherberge erreichte, sie steht unmittelbar neben dem Rhein, bezogen wir unser Zimmer und machten uns wieder frisch für das Abendessen.

Unterkunft: Zimmer
Jugendherberge (Bett + Bike)

Tagesstrecke: 68.62 km
Fahrzeit: 4:53 Std.
Durchschnitt: 14.04 km
Höhenmeter Bergauf: 41 m
Höhenmeter Bergab: 112 m
Max. Steigung: 6%
Ø Steigung: 1%

Dienstag 14. Juni 2016
3. Tag / 3. Etappe
Stein am Rhein – Schaffhause – mit dem Zug bis Waldhut (D) – Bad Säckingen – Rheinfelden (D) – Basel

Beate war heute schneller mit packen und Fahrradbeladen als ich. Wir furen zuerst von Stein am Rhein bis Schaffhausen zum Bahnhof. Von dort nahmen wir, weil wir ebenfalls diesen Routenabschnitt schon mit dem Fahrrad gefahren sind, den Zug bis Waldshut. Das verladen und ausladen in den Zug, wo ich immer Horror davor habe, ging sehr gut weil der Eingang genug breit war. Ab Waldshut fuhren wir auf der deutsche Seite den Rhein entlang. Die unbefestigten Wegen waren vom vielen Regen aufgeweicht, deshalb war es eine ziemliche schmutzige Angelegenheit. In Bad Säckingen legten wir eine Kaffee und Kuchenpause in einem italienischen: Kaffee ein. Die Bedienung war sehr freundlich, es war sehr lustig da sie zwischen Italienisch und Deutsch hin und her wechselte. Frisch gestärkt radelten wir weiter. Auf dem Weg stand eine Männergruppe auf beiden Wegseiten. Als wir an ihnen vorbei fuhren machten sie eine Wellen. Einige Zeit später standen plötzlich etliche Schwänen am Wegesrand und säuberten sich. Sie liessen sich auch dann nicht aus der Ruhe bringen als wir an ihnen vorbei fuhren. Der Weg hat sehr schöne Abschnitte, vor allem die Sicht auf Laufenburg mit mit ihrer Rheinbrücke. Wie hoch der Waaserstand des Rheines wirklich ist, sahen wir erst jetzt. Im Rheintal viel es mir nicht auf. Auch der Charakter ändert sich oft. In Basel angekommen trafen wir per Zufall eine Freundin von uns. Nach einem kurzen Schwatz ging es im Feierabendverkehr bis nach Allschwil. In Allschwil gab es dann noch eine wichtige Bergpreiswertung die natürlich wie immer …….. Gewann. Wettertechnisch wechselte es von starken zu sehr starken zu gar kein Regen.

Unterkunft: Zimmer
Bruder

Tagesstrecke: 94.95 km
Fahrzeit: 6:20 Std.
Durchschnitt: 14.95 km
Höhenmeter Bergauf: 398 m
Höhenmeter Bergab: 421 m
Max. Steigung: 15%
Ø Steigung: 4%

Montag 13. Juni 2016
2. Tag / 2. Etappe
Oberriet – Lustenau – Höchst – Rheineck – Rorschach – Arbon – Romanshorn

Unser Plan für heute war, dass wir bis nach Romanshorn fahren und von dort mit dem Zug weiter bis nach Stein am Rhein. Da wir diese Strecke schon mal mit dem Fahrrad gefahren sind und sie nur an Villenen vorbei führten, dachten wir uns schon bei der Planung, das wir dieses Streckenteil uns sparen können.
Als wir erwachten gingen wir frühstücken. Danach ist zusammenpacken angesagt. Wir zogen uns die Regenkleidung an weil es bereits regnete. Der Weg führte uns wiederum an schöne Auenlandschaften vorbei. Das Wechselspiel von Regen zu nicht Regen, wahr für Beate nicht lustig da es ihr bei nicht Regen in den Regenhose zu heiss wurde. Zwischen durch regnete es auch ziemlich fest. Unterwegs trafen wir regelmässig ebenfalls Tourenfahrer. Was mich sehr erstaunte, dass die Merzahl von den Tourenfahrer deutlich älter wahren als wir. In Romanshorn angekommen hatten wir kurze Zeit später einen Zug nach Stein am Rhein. In Stein am Rhein gingen wir zu Bekannten. Nach einem sehr gemütlichen Abend beendeten wir den Tag.

Unterkunft: Zimmer
Bekannte

Tagesstrecke: 60.28 km
Fahrzeit: 3:42 Std.
Durchschnitt: 16.27 km.
Höhenmeter Bergauf: 78 m
Höhenmeter Bergab: 87 m
Max. Steigung: 9%
Ø Steigung: 2%

Sonntag 12. Juni 2016
1.Tag / 1. Etappe
Reichenau – Tamins – Chur – Bad Ragaz – Vaduz – Oberriet

Mit dem Zug fuhren wir bis Reichenau / Tamins. Als wir unsere Fahrräder bepackt und startklar hatten, konnte es los gehen. Auf der Rhein Route bis nach Holland. Mit Holland verbinde ich einige sehr tolle Sommerferien und Erinnerungen als Kind. Wir gingen dann immer zu einer Freundin von meinen Eltern. Und genau dies ist unser Ziel. Wir wollen bis zu Maria radeln. Von der Rheinbrücke in Reichenau sah man den Zusammenschluss von Hinter und Vorder Rhein. Danach ging der Weg hoch bis nach Tamins. Von dort aus ging es dann rasant zum Rhein runter. Der Fahrradweg schlängelt sich durch einige schöne Gegende dem Rhein entlang. In Lichtenstein begann es dann auch für kurze Zeit zu Regnen an. Wir wollten eigentlich in Meiningen (A) übernachten, als wir nichts fanden, half uns dann das Internet. Beate rufte zuerst an um nachzufragen ob noch ein Zimmer frei sei. Danach fuhren wir über den Rhein nach Oberriet (CH) bis zum Haus zur Eintracht. Als wir eintraffen staunten wir nicht schlecht der gehobenen Klasse. Das Essen war hervorragend und schön angerichtet.

Unterkunft: Zimmer
Haus zur Eintracht Oberriet /SG   ( Haus zur Eintracht )

Tagesstrcke: 80 km
Fahrzeit: 5:07 Std.
Durchschnitt: 15.61 km.
Höhenmeter Bergauf: 188 m
Höhenmeter Bergab: 349 m
Max. Steigung: 9%
Ø Steigung: 4%

4 Antworten zu “Rhein Route (Reichenau (CH) – Amsterdam (NL) ) 12.06.-02.07.2016

  1. Hallo Claudio und Beate, ihr habt ja eine spannende (und nasse) Reise mit und ohne Regen, aber schone Unterkunfte! Es dunkt mir richtige Uberraschungen!
    Eine gute Reise weiter und bis bald in Holland. Maria

  2. …hmmm – nun scheint hier die sonne wunderbar und auch für die nächsten tage ist perfektes sommer- und zelt-wetter vorausgesagt. und trotzdem liegt in meinem wohnzimmer eine camping-ausrüstung rum… und wir nicht genutzt! was nun?! 😉

  3. Huu das tönt für mich grauslich so nass und so viel Regen. De kann man ja nur im Trockenen übernachten. Ich wünsche gute (hoffentlich)trockene Weiterfahrt. Hedi

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